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EUR/USD-Analyse: Augen zu und durch den Brexit-Sturm






 

Bis vor kurzem konnte sich das Währungspaar im Brexit-Sturm mehr oder weniger behaupten. Der Tag der Abrechnung folgte gestern, als der EUR/USD massive Verluste einstecken musste. Die positiven Daten aus Deutschland und Frankreich konnten daran nicht viel ändern. Es herrscht schlicht Angst, ganz Europa könnte nun dem Exit-Wahn verfallen.
Durch die Verluste anderer Währungen bekam der US-Dollar einen Schub. Der kanadische, australische und neuseeländische Dollar gaben nach ? jeder aus einem anderen Grund, doch immer mit dem gleichen Ergebnis: Der US-Dollar wird überall immer mehr als sicherer Hafen wahrgenommen.
 
Nun kommen wir zu unserer Technischen Analyse: 
 
Rückblick
Der EUR/USD pendelte am letzten Mittwoch zunächst um den Bereich 1,1055/65. Im Tagesverlauf löste er sich von der 1,1050 und stieg an. Am Donnerstag setzte er dann die erste Duftmarke, indem er bis an die 1,1150 lief. Dieser Anstieg wurde aber sofort wieder abverkauft. Der EUR/USD sackte bis zum Abend in den Bereich 1,1022 und konnte sich erst hier etwas erholen, kam jedoch nicht wesentlich über die 1,1100 hinaus. Am Freitag setzte sich die Bewegung fort und der EUR/USD stieg bis in den Bereich 1,1170. Er hielt sich bis zum Wochenschluss über der 1,1100. Am Montag kam es zunächst zu einem kleineren Rücksetzer, der jedoch wieder zurückgekauft wurde. Am Dienstagmorgen folgte ein stärkerer Ausschlag in Richtung Norden. Der EUR/USD markierte ein Hoch bei 1,1185. Am Nachmittag setzte sich dann breite Schwäche durch, die den EUR/USD wieder deutlich unter die 1,1100, aber nicht ganz an das Tief bei 1,1022 brachte.
Das Hoch des Betrachtungszeitraums lag deutlich unter dem Hoch der letzten Periode, das allerdings auch den Spekulationen im Vorfeld der Brexit-Entscheidung geschuldet war. Der EUR/USD war nicht in der Lage, sich deutlich und nachhaltig über die 1,1200 zu schieben, was übergeordnet als Schwäche zu interpretieren ist. Übergeordnet ist der EUR/USD mit der Brexit-Entscheidung auch wieder aus seinem AWK herausgefallen. Auch dies hat einen bearishen Charakter. Zwar wurde die 1,1000 verteidigt, aber der EUR/USD hat sich nicht überzeugend von dieser Marke entfernt. Die Range war mit 163 Pips durchschnittlich und lag wie erwartet deutlich unter der Range des letzten Betrachtungszeitraums.
Wir hatten auf der Oberseite erwartet, dass der EUR/USD mit Überwindung der 1,1126 das Potenzial haben könnte, die 1,1152/57 und bei dynamischen Impulsen auch die 1,1185 zu erreichen. Hier hatten wir mit Rücksetzern gerechnet. Diese Bewegung hat sich am Dienstag eingestellt, das Anlaufziel wurde pipgenau erreicht. Das Setup hat damit perfekt gepasst. Die Rücksetzer sollten in den letzten fünf Handelstagen zunächst die 1,1000 anlaufen. Diese Marke wurde nicht erreicht. Der EUR/USD drehte bereits deutlich vorher ab.
Wochenhoch*: 1,1185 Vorwoche 1,1420
Wochentief*: 1,1022 Vorwoche 1,0908
Wochen-Range*: 163 Pips Vorwoche 512 Pips
*Betrachtungszeitraum 29.06.2016 bis 05.07.2016 
 
Wie könnte es weitergehen?
Euro-Widerstände: 1,1178/93…..1,1226/44/93…..1,1387….1,1418/79….1,1527/64
Euro-Unterstützungen: 1,1145/23….1,1099/71/49/30/14….1,0934/04…1,0878…….1,0742….1,0640
Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden
Box-Bereich: 1,1824 bis 1,0602
Tagesschlusskurs-Marken: 1,1294 und 1,0899
Intraday-Marken: 1,1245 und 1,1012
Range: 1,2355 bis 1,0223 ?
Euro-Chart
Da die Briten sich aus der EU verabschieden, dürfte der Druck auf den EUR/USD in den kommenden Wochen und Monaten anhalten. Diese Einschätzung hatten wir bereits vor einer Woche artikuliert. Sie scheint sich zu bestätigen. Die Unsicherheiten in Großbritannien werden kurzfristig nicht dazu beitragen, dass der EUR/USD sich erholt. Charttechnisch ist das Währungspaar ebenfalls angeschlagen. Es ist am Montag fast genau an die Unterkante des AWK gelaufen und dort abgeprallt. Die eingetretene Schwäche könnte noch etwas anhalten. Wir gehen übergeordnet für die kommenden Handelswochen davon aus, dass der EUR/USD das Tief von 2015 in diesem Jahr durchaus noch einmal erreichen könnte.
Zum Markt in den kommenden fünf Handelstagen: Wesentlich wird für Erholungsbewegungen sein, dass sich der EUR/USD über der 1,1000 halten kann. Gelingt dies, so könnte er versuchen, im Rahmen von Aufwärtsbewegungen die 1,1050/55 und dann die 1,1070/74 zu erreichen. Wenn er sich über die 1,1074 schiebt, wären die nächsten Anlaufziele bei 1,1095/1,1103 und 1,1120/25 zu suchen. Schafft es der EUR/USD über die 1,1125, so könnte er im Nachgang die 1,1150/55 und die 1,1182/88 erreichen. Die nächsten möglichen Anlaufziele wären die 1,1204/08 und die 1,1222/28. An allen Marken könnten sich Rücksetzer einstellen. Wir gehen nicht davon aus, dass es in den kommenden fünf Handelstagen nachhaltig über die 1,1228 geht. Dynamische Bewegungen, insbesondere über die 1,1188, könnten zeitnah abverkauft werden.
Die Rücksetzer haben in den kommenden fünf Handelstagen das Potenzial, bis zur 1,1000 zu laufen. Stabilisieren sich die Notierungen hier nicht, wäre mit weiteren Abgaben auf 1,0972/64, 1,0952/47 oder 1,0936/31 zu rechnen. An allen Marken sind Erholungen möglich. Sollten die 1,0931 nicht halten, so wären die nächsten Anlaufziele bei 1,10915/08 und 1,0888/80, 1,0848/44 und 1,0820/15 zu suchen. Ein Tagesschluss unter 1,0899 wäre ein übergeordneter Hinweis darauf, dass es zu weiteren Abgaben kommen könnte.
Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/abwärts 
 
Die wichtigen Veröffentlichungen der nächsten sieben Tage:
? 07.07.2016 ? USA: ADP-Arbeitsplätze ex Agrar (Juni)
? 07.07.2016 ? USA: Erdöllagerbestand
? 08.07.2016 ? USA: Non-farm Payrolls (Juni)
? 12.07.2016 ? Deutschland: Verbraucherpreisindex (Juni)
? 13.07.2016 ? Frankreich, Italien, Spanien: Verbraucherpreisindex (Juni) ?
Hinweise in eigener Sache:
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Im Namen von Admiral Markets wünsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!
 
Ihr Jens Chrzanowski
Geschäftsführer Admiral Markets Partner Deutschland, MT am Germany GmbH
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Quellen: Eigenanalyse; genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

Die weltweit aktive Admiral Markets Group ist mit ihren Divisionen einer der größten Forex- und CFD-Broker für Privatkunden weltweit. Seit 2011 ist die Marke „Admiral Markets“ in Deutschland aktiv – ab dem 16. Juni 2014 unter dem neuen Dach „Admiral Markets UK Ltd“. Der Kundenservice betreut seine Kunden aus Berlin umfassend mit Support für die Handelssoftware, mehreren Live-Webinaren pro Woche, Schulungen und Marketingaktivitäten. THINK GLOBAL – ACT LOCAL, einer der Leitsätze des Brokers, wird konsequent umgesetzt: mit der globalen Power die Bedürfnisse der lokalen Kunden befriedigen und die Erwartungen übertreffen. Deshalb steht für Deutschland beispielsweise der DAX-Handel im Fokus, mit den günstigsten Konditionen für den DAX30-CFD am Markt. Devisen- und CFD-Handel über die weltweit beliebteste Handelssoftware MetaTrader, zu bestmöglichen Konditionen bei bestmöglicher Absicherung – damit überzeugt Admiral Markets UK Ltd.

Kurz-URL: https://www.88news.de/?p=1377211

Erstellt von an 6 Jul 2016. geschrieben in Bilder, Geld. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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