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Gefahr bei voller Dröhnung / ADAC Check: Jeder zehnte junge Erwachsene fährt mit Kopfhörern Fahrrad / Verkehrsgeräusche bleiben ungehört (FOTO)






 


Viele junge Radfahrer nehmen auf dem Weg zur Schule oder Uni
bewusst oder unbewusst große Gefahren in Kauf. Sie tragen Kopfhörer
oder Ohrstöpsel und können so nur sehr eingeschränkt das
Verkehrsgeschehen wahrnehmen. Das hat der ADAC bei einer groß
angelegten Aktion in mehreren deutschen Städten herausgefunden. Von
mehr als 7.300 beobachteten Schülern und Studenten ließen sich knapp
700 über Kopfhörer beschallen. Damit verhindert fast jeder zehnte
junge Radfahrer, dass relevante Verkehrsgeräusche vollständig zu ihm
durchdringen. Verkehrssituationen können so schwerer eingeschätzt,
angemessene Reaktionen verzögert oder gar verhindert werden.

Daneben hat der ADAC überprüft, wie viele Radfahren mit ihrem
Smartphone beschäftigt sind. Diese Zahl ist mit fast 160 deutlich
geringer, zeigt aber, dass viele junge Menschen die Gefahr durch
Ablenkung eklatant unterschätzen. Gerade weil Radfahrer im Gegensatz
zu Autofahrern ungeschützt sind, sind vorausschauendes Fahren und
Aufmerksamkeit besonders wichtig. Radfahrer benötigen die volle
Konzentration für den Straßenverkehr und müssen jederzeit bremsen
können. Beide Hände müssen am Lenker sein, um jederzeit auf
Hindernisse reagieren zu können.

Beim Autoverkehr ist Ablenkung immer häufiger die Ursache für
Verkehrsunfälle. Schätzungen gehen davon aus, dass jeder zehnte
Verkehrsunfall mit Personenschaden durch Ablenkung verursacht wird.
Dabei spielen nicht nur Handys eine Rolle: Auch Navigationsgeräte,
laute Musik oder anregende Gespräche sowie einfache Tätigkeiten wie
Essen, Trinken oder das Aufsetzen der Brille können die
Aufmerksamkeit des Fahrers stören.

Was viele Verkehrsteilnehmer nicht wissen: Der § 23 Abs. 1 der
Straßenverkehrsordnung StVO verbietet die Beeinträchtigung des
Gehörs, etwa durch laute Musik. Wer von der Polizei erwischt wird,
muss mit einem Verwarnungsgeld von zehn Euro rechnen. Kommt es
aufgrund der lauten Musik und der verzögerten Reaktion zu einem
Unfall, muss der Radfahrer für die Folgen mithaften. Strafbar kann
sich ein Radfahrer dann machen, wenn es durch die musikalische
Beschallung zu einem Unfall kommt, bei dem sich ein anderer verletzt.

Pressekontakt:
ADAC e.V.
Andreas Hölzel
Tel.: +49 (0)89 7676 5387
E-Mail: andreas.hoelzel@adac.de

Original-Content von: ADAC, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: https://www.88news.de/?p=1542498

Erstellt von an 19 Okt 2017. geschrieben in Auto/Verkehr, Bilder. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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