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Hannoversche Volksbank gewinnt Marktanteile






 

Die Bilanzsumme der Hannoverschen Volksbank überstieg zum Stichtag 31.12.2016 mit 5,05 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,79 Mrd. Euro / + 5,5%) erstmalig die 5-Milliarden-Marke. Die Bank gehört zu den zehn größten Volks- und Raiffeisenbanken Deutschlands.

Auf der Passivseite der Bilanz wuchsen die Einlagen (Verbindlichkeiten gegenüber Kunden) um 221 Mio. Euro (+6,1%) auf 3,86 Mrd. Euro (Vorjahr: 3,64 Mrd. Euro).

Die gesamten Geldanlagen, die Kunden der Bank außerhalb der Bilanz im Wertpapier- und Fondsgeschäft sowie bei Verbundpartnern der Hannoverschen Volksbank getätigt haben, wiesen zum 31.12.2016 einen Anstieg in Höhe von 63,8 Mio. Euro (3,2%) auf 2,04 Mrd. Euro aus.

Der Bestand der herausgegebenen Kredite (Forderungen gegenüber Kunden) der Hannoverschen Volksbank nahm im Jahr 2016 um bemerkenswerte 7% bzw. 220 Mio. Euro zu. Durch fällige Schuldscheindarlehen in Höhe von 120 Mio. Euro wird in der Bilanz lediglich ein Wachstum von knapp 100 Mio. Euro ausgewiesen. Der Kreditbestand wächst dadurch auf 3,25 Mrd. Euro (Vorjahr: 3,15 Mrd. Euro). „Wir haben im letzten Jahr Kredite mit einem Volumen von rund 850 Mio. Euro zugesagt“, resümiert Wache, „und gewinnen weiter Marktanteile, im gewerblichen Kreditgeschäft genauso wie in der Baufinanzierung. Unsere Kunden legen Wert auf einen verlässlichen Partner hier aus der Region.“

Der in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesene Zinsüberschuss erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,0% auf 115,1 Mio. Euro (Vorjahr: 111,7 Mio. Euro). Dieses war insbesondere durch das gute Wachstum des Kreditgeschäfts sowie die letztmalig mögliche Senkung des Zinsaufwandes für Einlagen begünstigt. „Wir sind bei der Einlagenverzinsung bei Null angekommen“, betont Wache, „der nächste Schritt wären Negativzinsen, die wir im Privatkundengeschäft vermeiden wollen. Zwangsläufig wird sich der Zinsüberschuss zukünftig reduzieren.“ Der Provisionsüberschuss nahm mit einem erfreulichen Plus von 2,7% auf 31,2 Mio. Euro (Vorjahr: 30,4 Mio. Euro) zu.

Der Verwaltungsaufwand der Bank verringerte sich im Jahr 2016 erwartungsgemäß um nahezu 4,0 Mio. Euro auf 94,2 Mio. Euro (Vorjahr: 98,1 Mio. Euro). Der Personalaufwand betrug im letzten Jahr 57,2 Mio. Euro (Vorjahr: 60,7 Mio. Euro). Neben einer leichten Reduzierung des Personalbestandes führte eine veränderte Bilanzierungsvorgabe der Rückstellungen für Altersteilzeitverträge zum Rückgang der Personalkosten. Der Sachaufwand (inkl. Afa) nahm durch konsequentes Kostenmanagement auf 37,0 Mio. Euro (Vorjahr 37,3 Mio. Euro) ab.

Der Kreditbestand und die eigenen Wertpapieranlagen wurden mit der banküblichen Vorsicht bewertet. Die Wertberichtigungen aus dem Kreditgeschäft fielen bedingt durch die gute wirtschaftliche Lage wiederum außerordentlich günstig aus. Positiv wirkten sich zudem der Verkauf einer Beteiligung und die Umschichtung eines kleineren DZ BANK-Aktienpaketes aus. Die Bank weist ein positives Bewertungsergebnis aus.

Das Eigenkapital der Bank wird aus dem guten Ergebnis weiter gestärkt und wird allen aufsichtsrechtlichen Anforderungen mehr als gerecht. Die Bank bewertet dieses als gute Basis für ein weiteres, kräftiges Wachstum. Aus dem Jahresüberschuss von 13,2 Mio. Euro (Vorjahr: 13,1 Mio. Euro) will die Bank wieder eine Dividende von 5,5% zahlen. Die Cost-Income-Ratio (Kosten-/Aufwandrelation / CIR) verbessert sich auf 65,3 gegenüber 68,5 im Vorjahr.

Aktuell beschäftigt die Hannoversche Volksbank 927 Mitarbeiter, 37 weniger als im Vorjahr. „Dieser Rückgang resultiert zum einen aus der normalen Fluktuation“, stellt Wache fest, „zum anderen aus der von uns angebotenen Möglichkeit der Altersteilzeit.“ Mit 46 Auszubildenden zur Bankkauffrau und zum Bankkaufmann sowie Studenten zum Bachelor of Arts gibt die Bank vielen jungen Menschen eine berufliche Perspektive.

Für das Jahr 2017 rechnet die Bank mit einem etwas geringeren Wirtschaftswachstum in Deutschland als 2016. Wache sieht weiterhin drei große Herausforderungen für Banken. Die anhaltende Niedrigzinsphase, die den Zinsüberschuss zusammenschmelzen lässt. Zudem die regulatorischen Anforderungen wie zum Beispiel die individuelle Kapitalquote auch für kleine und mittlere Banken mit regional ausgerichteten Geschäftsmodell sowie umfangreiche Meldevorschriften, die zu spürbaren Kostensteigerungen führen. Alles überlagert jedoch die digitale Transformation als gesellschaftlicher Trend – nicht nur für Bankgeschäfte. „Unsere Genossenschaftliche FinanzGruppe packt diese Aufgaben in bundesweiten Projekten für alle Volksbanken und Raiffeisenbanken an. Mit der VR-Banking-App und Angeboten wie Scan2Bank (per Foto überweisen) oder ‚Geld senden & anfordern‘ bieten wir bereits attraktive digitale Lösungen. In Kürze kommt eine eigene Crowdfunding-Plattform für Vereine und Institutionen hinzu. Wir wollen so die Nähe und Partnerschaftlichkeit, die unser genossenschaftliches Geschäftsmodell ausmacht, auch in der digitalen Welt erlebbar machen.“

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Erstellt von an 8 Feb 2017. geschrieben in Bilder. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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