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Heilbronner Stimme: IW-Direktor Michael Hüther: Trumps Präsidentschaft von Enttäuschungen geprägt





Michael Hüther, Direktor des Instituts der
deutschen Wirtschaft (IW), ist enttäuscht von der bisherigen
Präsidentschaft Trump. Ein Jahr nach der Wahl von Donald Trump zum
Präsidenten der USA schreibt Hüther in einem Gastbeitrag für die
„Heilbronner Stimme“ (Mittwoch): „Die Präsidentschaft von Donald
Trump ist bisher von Überraschungen auf der Verhaltensebene wie von
Enttäuschungen auf der Politikebene geprägt. Angesichts mangelnder
Vorbereitung bei Trump und seinem Team, dem erratischen Verhalten des
Präsidenten gegenüber Kongress und Senat sowie der faktischen
Spaltung der Republikanischen Partei ist bisher keines seiner
Versprechen umgesetzt worden. Die Steuerreform ist noch ein
Hoffnungswert. Das System der Gewichte und Gegengewichte der
US-Demokratie funktioniert, allerdings ohne konstruktiv
Gestaltungskraft zu entfalten.“

Laut Hüther haben „die internationalen Beziehungen bislang weniger
gelitten, als zu erwarten war. Die Nato und die transatlantische
Kooperation sind nicht unter die Räder gekommen, sondern durch
intensive Kontakte auf der Arbeitsebene und häufige Gespräche auf der
Spitzenebene stabilisiert worden. In der Handelspolitik ist noch
unklar, ob es nicht auch neue Chancen gibt. Die Verhandlungen zu
NAFTA sind angelaufen, die Aussichten auf eine transatlantischer
handelspolitische Initiative noch nicht verbaut.“

Hüther bescheinigt Trump auf internationaler Bühne laienhaftes
Auftreten: „Schaden hat Trump den USA allerdings durch die
Aufkündigung des transpazifischen Abkommens (TPP) zugefügt. Unklar
bleibt indes, wie sich die Beziehungen zu Russland – angesichts der
Vorwürfe der Manipulation im Wahlkampf – und zu China – angesichts
der handelspolitischen Rhetorik und des Verbalkonflikts zwischen
Trump und Kim Jong-Un – sich entwickeln werden. Das laienhafte
Auftreten des US-Präsidenten wird hier – anders als mit den
europäischen Partnern – nicht durch eingeübte Kooperation auf der
Arbeitsweise unterlegt.“ Hüther endet mit den Worten. „Insgesamt
bleibt der transatlantische Westen, für den es keinen Ersatz in einer
Zusammenarbeit mit Russland oder China gibt, auf die Hoffnung
verwiesen, dass der Apparat die Präsidentschaft dominiert.“

Pressekontakt:
Heilbronner Stimme
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Telefon: +49 (07131) 615-794
politik@stimme.de

Original-Content von: Heilbronner Stimme, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 8 Nov 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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