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Hokuriku mit dem neuen Shinkansen entdecken – Kunst und Kultur zwischen Bergen und Meer





Die Region Hokuriku im
Nordwesten der japanischen Hauptinsel Honshu zwischen dem Japanischen
Meer und den Japanischen Alpen besticht durch landschaftliche
Schönheit und kulturellen Reichtum. Beeindruckende Tempelanlagen,
einer der schönsten Gärten Japans, echte Geishas und malerische
Landschaften bieten höchst attraktive Fotomotive. Spektakulär sind
auch die Wintersportmöglichkeiten, da das Gebiet weltweit zu den
schneereichsten gehört. Dies sind alles gute Gründe warum der
Reiseführerverlag Lonely Planet Hokuriku 2014 zu den zehn
interessantesten Zielen der Welt zählte.

Bisher kommen noch nicht viele ausländische Touristen hierher. Das
wird sich jedoch ändern: Japan Rail eröffnet am 14. März 2015 die
neue Shinkansen-Strecke ab Tokyo über Nagano nach Kanazawa. Bisher
dauerte diese Zugfahrt vier Stunden. Mit der neuen
Hochgeschwindigkeitsstrecke ist man innerhalb von 4 Stunden in
Kanazawa.

Kanazawa, die größte Stadt der Region, blickt auf eine über 500
Jahre alte Geschichte zurück. Ihren kulturellen Höhepunkt erlebte
sie jedoch während der mehr als 300-jährigen Herrschaft des mächtigen
Samurai-Clans der Maeda. Kunst, Literatur, Theater, Architektur und
Gartengestaltung hinterließen deutliche Spuren und verhalfen der
Stadt zum Beinamen „Klein-Kyoto“. So wird In den drei
„Chaya“-Distrikten nach wie vor die Geisha-Kultur gepflegt. Im
Stadtteil Nagamachi wohnten einst die Samurais, und Teile der
gewundenen Straßen sowie einige Originalhäuser sind heute noch
erhalten. Doch die bekannteste Sehenswürdigkeit von Kanazawa dürfte
der Kenroku-en Park sein, der zu den drei prächtigsten Gartenanlagen
in Japan zählt. Das über zehn Hektar große Gelände bietet zahlreiche
malerische Teiche, Hügel, Bäume und Brücken und erfüllt die sechs
Kriterien eines perfekten Gartens: Abgeschlossenheit, Weitläufigkeit,
Künstlichkeit, Altertümlichkeit, reichlich Wasser und eine weite
Sicht. Ebenfalls einen Besuch lohnt das Kanazawa Yasue Gold Leaf
Museum. Die Herstellung von Blattgold gehört zum lokalen,
traditionellen Kunsthandwerk. So wird zum Beispiel ein zwei Gramm
leichtes Stück Gold in der Größe einer kleinen Bohne zu einer
hauchdünnen Folie von ein mal zwei Metern verarbeitet. Dies und
vieles mehr erfährt der Besucher, der sich nach der Besichtigung bei
Tee und japanischem Konfekt mit Goldblattauflage stärken kann.

Typisch für Japan sind auch die prächtigen und arbeitsintensiven
Lackarbeiten, die in besonders schöner Ausfertigung in Wajima
hergestellt werden. Im örtlichen Museum finden sich Lackwaren, die
teilweise aus dem 16.Jahrhundert stammen. Moderne Produkte aus Lack
gibt es unter anderem auf dem „Morgenmarkt“ zu kaufen. Ab 07.00 Uhr
wird auf dem traditionellen Markt eine Fülle von Waren angeboten,
angefangen von frischen Meeresfrüchten über Obst und Gemüse bis hin
zu allen möglichen Souvenirs. Nach dem Einkaufsbummel lässt es sich
am besten in einer der heißen Badequellen (Onsen) von Wajima
entspannen.

In Fukui südlich von Kanazwa liegt der berühmte Zen-Tempel
Eihei-ji, der bereits 1244 gegründet wurde und noch heute als
Ausbildungskloster für fast 200 Mönche dient. Auf dem
eindrucksvollen, über 33 Hektar großen Gelände stehen über 70
verschiedene Gebäude, die alle mit überdachten Gängen miteinander
verbunden sind. Wer die besondere Atmosphäre dieser Tempelanlage
etwas intensiver genießen möchte, kann nach Voranmeldung dort auch
übernachten.

Als landschaftliches Highlight gilt die Region von Tojinbo. Die
spektakuläre Küstenlinie, Teil eines Nationalparks, beeindruckt durch
eine Klippenwand mit einer Gesamtlänge von einem Kilometer. Diese
säulenartigen Felsformationen aus Andesit bilden ein geologisches
Phänomen, das es nur noch an bestimmten Küstenabschnitten in Korea
und in Norwegen gibt. Das Gegenprogramm bietet eine Fahrt nach
Toyama. Hier geht es über den 2.700 Meter hohen Mt. Hakusan nach
Gokayama, einem UNESCO-Weltkulturerbe. Die drei bis vierstöckigen
Häuschen im Gasso-Stil („betende Hände“) wurden ohne Nägel in steiler
A-Form errichtet, um den heftigen Schneemassen zu widerstehen. Viele
dieser Häuser sind über 300 Jahre alt und noch bewohnt. Die oberen
Stockwerke beherbergten einst die Seidenraupenzucht, mit der in den
harten Wintermonaten ein zusätzliches Einkommen erzielt werden
konnte. Sehr imposant ist auch die Tateyama-Kurobe-Alpinroute, die
nur vom späten Frühjahr bis Herbst befahren werden kann und an
einigen Stellen selbst in Hochsommer entlang hoher Eiswände führt.

Web site: http://www.jtbcom.co.jp/

Pressekontakt:
KONTAKT : Pressekontakt und Fotomaterial: Bettina Kraemer –
Japanische Fremdenverkehrszentrale, Kaiserstraße 11, D-60311
Frankfurt,
Tel. +49 (0)69 – 203 54, Fax 28 42 81, E-Mail: kraemer@jnto.de. –
herunterladbares Bildmaterial auch unter www.jnto.de

Kurz-URL: https://www.88news.de/?p=1178243

Erstellt von an 26 Feb 2015. geschrieben in Reise/Touristik. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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