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IHK-Konjunkturumfrage: Saarwirtschaft weiter auf Erholungskurs





Nach einem guten Start in das neue Jahr bleibt das Stimmungsbild der Saarwirtschaft auch im April insgesamt freundlich. Die Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage ähnlich gut wie im Vormonat. Der IHK-Lageindikator ist zwar um 0,8 Punkte gefallen; er liegt mit 36,9 Punkten aber weiter deutlich über seinem langfristigen Durchschnitt und über dem vergleichbaren Ifo-Wert für ganz Deutschland. Insgesamt bewerten derzeit 46 Prozent der saarländischen Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut, 44 Prozent mit befriedigend und zehn Prozent mit schlecht. Per Saldo bleiben auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate positiv. Der IHK-Erwartungsindikator liegt trotz eines leichten Rückgangs mit 2,8 Zählern weiterhin im positiven Bereich. Das signalisiert weiteres Wachstum. „Derzeit wird das Saar-Wachstum zwar noch zum größeren Teil von der Binnennachfrage getragen. Mit Blick auf die robuste Weltkonjunktur und die anhaltenden Erholungstendenzen in der Eurozone sollte der Export im weiteren Jahresverlauf aber wieder zur wichtigsten konjunkturtreibenden Kraft werden. Wir rechnen deshalb damit, dass die Saarkonjunktur in den kommenden Monaten weiter an Fahrt gewinnen und die Wertschöpfung über das ganze Jahr gerechnet um 2 bis 2,5 Prozent wachsen wird. Damit würde unsere Wirtschaft die Einbußen beim BIP in 2012 und 2013 (zusammen 1,5 Prozent) mehr als wettmachen.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch die Aprilumfrage der IHK Saarland, an der sich 300 Unternehmen mit rund 120.000 Beschäftigten beteiligten.
Insbesondere in der Industrie laufen die Geschäfte zurzeit spürbar besser als im Vorjahr. Der Lageindikator erreicht hier mit 28 Zählern einen Wert, der um 19 Punkte über dem Vergleichswert von April 2013 liegt. Deutlich über dem Vorjahresniveau bewegen sich auch die Industrieumsätze. Das gilt vor allem für die strukturprägenden Branchen Fahrzeugbau und Maschinenbau, wo die Zuwächse – vom gedämpften Vorjahresniveau aus – zweistellig ausfallen. Gut laufen die Geschäfte auch in der Medizin-, Mess- und Automatisierungstechnik, in der Gummi- und Kunststoffindustrie sowie in der keramischen Industrie. In der Elektroindustrie, im Stahlbau und im Ernährungsgewerbe bewerten die Unternehmen ihre Lage dagegen eher mit „befriedigend“. Gleiches gilt für die Bauwirtschaft, die inzwischen aber einen leichten konjunkturellen Rückenwind spürt. In der Stahlindustrie deutet sich bei den automotive-nahen Produkten eine Belebung an. Dagegen zeichnet sich für den Bereich der Grobbleche und Schmiedeprodukte noch keine grundlegende Besserung ab.
Im Dienstleistungssektor berichten über 95 Prozent der befragten Unternehmen über gute oder befriedigende Geschäfte. Rund laufen die Geschäfte vor allem bei den Versicherungen. Der Handel profitiert von der anhaltenden Kaufbereitschaft der Konsumenten. Bei den unternehmensnahen Dienstleistern, im Verkehrsgewerbe sowie im Hotel- und Gaststättenbereich wird die Lage überwiegend mit „befriedigend“ bewertet.

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Erstellt von an 24 Apr 2014. geschrieben in Bildung/Job. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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