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Kreissparkasse knüpft an die gute Entwicklung des Vorjahres an





„Die Erholung bei der konjunkturellen Entwicklung kam auch bei der Wirtschaft im Landkreis im zweiten Halbjahr 2013 an. Zuversicht und Optimismus zum Ende des Jahres waren die Folge“, erläutert der Vorsitzendes des Vorstands
die wirtschaftliche Entwicklung näher. „Was der Kreissparkasse jedoch
Sorge bereitet, ist das anhaltende Zinstief. Natürlich freuen sich darüber die Kreditnehmer. Aber die Sparer leiden darunter. Die Kapitalanleger richten
darum ihren Blick verstärkt auf Sachwerte.“ Neben dem Zinsniveau muss sich die Kreissparkasse – wie alle Kreditinstitute – mit der Flut an regulatorischen Vorgaben auseinandersetzen. „Dabei wird nicht hinreichend zwischen lokal verankerten Instituten und internationalen Finanzkonzernen differenziert“, erklärt der Sparkassenvorstand.

Als Fazit zu den volkswirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Entwicklungen formuliert Scholz: „Die Rezession in Europa wurde 2013 überwunden. Am Bruttoinlandsprodukt lässt sich dies leider (noch) nicht ablesen. Positiv ist,
dass einige der südlichen Euroländer ihre Wettbewerbsfähigkeit in der Gemeinschaft und auf den Weltmärkten verbessert haben.“

Zusammenfassend kann formuliert werden, dass die Kreissparkasse sich
in ihrer Geschäftspolitik auf die aktuellen Entwicklungen eingestellt und die Herausforderungen sehr gut bewältigt hat.

Darauf bauen die Kunden der Kreissparkasse: Beständigkeit, Zuverlässigkeit und eine hohe Qualität.
Die Sparkassen stellen mit ihrem Geschäftsmodell einen wesentlichen Stabilitätsfaktor im deutschen Finanzmarkt dar. „Die Kunden wissen, dass die Einlagen bei uns sicher sind. Wir kennen unsere Sparer und wir kennen unsere Kreditnehmer. Wir sind ein fester Bestandteil in der soliden Realwirtschaft des Landkreises Esslingen“, erläutert Scholz die gute Lage der Sparkasse.

Bilanzsumme weiterhin auf einem hohen Niveau. Kundeneinlagen auf über
6 Mrd. Euro gesteigert – eine Rekordsumme.
Mit rund 8,2 Mrd. Euro bewegt sich die Bilanzsumme weiter auf einem hohen Niveau. Scholz hierzu: „Wir wollen die Bilanzsumme in etwa konstant halten.
Im Fokus der Sparkasse steht die Entwicklung im Kundengeschäft. Dieses gestaltete sich positiv: die Kundeneinlagen konnten insgesamt um 4,6 Prozent auf 6,04 Mrd. Euro gesteigert werden, was einem Zuwachs von 263,6 Mio. Euro entspricht. Seit Ausbruch der Krise 2008 verzeichnen wir einen kontinuierlichen Anstieg unserer Einlagen. Dies belegt eindrucksvoll, was für eine Bedeutung
die Sicherheit der Einlagen bei unseren Kunden hat. Deshalb begrüßen wir es ausdrücklich, dass die Europäische Union diese besondere Form der Sicherheit anerkennt und die Institutssicherung der Sparkassen auch im Rahmen der Neuordnung der Einlagensicherung erhalten wird.“ Ergänzend weist Scholz darauf hin, dass ein Großteil der Gelder hoch liquide angelegt ist.

Die Ausleihungen nahmen um 25,5 Mio. Euro auf 4,87 Mrd. Euro zu. Das stellt ein leichtes Wachstum von 0,5 Prozent dar. Beim Kreditgeschäft weist Scholz darauf hin, dass die Zinssituation dazu geführt hat, dass in erheblichem Umfang Tilgungen erfolgt sind. Deshalb macht die Entwicklung der Bestände allein die Dynamik in diesem Geschäftsfeld nicht ausreichend deutlich.

Jahresüberschuss von 12,0 Mio. Euro: Wirtschaftliches Eigenkapital weiter gestärkt. Stabile Grundlage für die Erfüllung des öffentlichen Auftrags.
Die Kreissparkasse konnte 2013 einen Jahresüberschuss in Höhe von
12,0 Mio. Euro erwirtschaften. 15,0 Mio. Euro wurden dem Fonds für
allgemeine Bankrisiken zugeführt. 5,0 Mio. Euro mehr als im vergangenen
Jahr. Damit verfügt die Kreissparkasse über eine sehr gute Kapitalbasis. Die Sparkasse kann so schon heute die verschärften Anforderungen aus „Basel III“, die erst 2019 in Kraft treten, erfüllen. Die weitere Kreditvergabe und die Erfüllung des öffentlichen Auftrags stehen damit auf einer verlässlichen und stabilen Grundlage. Immer da, wo eine Kreditvergabe wirtschaftlich sinnvoll
und möglich ist, wird die Kreissparkasse auch weiterhin ein leistungsfähiger Partner sein.

Der Zinsüberschuss ist die wichtigste Ertragsquelle für die Kreissparkasse. Dieser reduzierte sich zwar aufgrund der anhaltend niedrigen Zinsen und der vorsichtigen Positionierung der eigenen Geldanlagen um 8,7 Prozent auf 132,5 Mio. Euro, dem standen jedoch positive Veränderungen bei den Erträgen aus dem Dienstleistungsgeschäft gegenüber. Der Verwaltungsaufwand stieg um
1,4 Mio. Euro, was auf höhere Personalaufwendungen und leicht gestiegene Sachkosten zurückzuführen ist.

Das günstige Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft trug zur guten Entwicklung der Kreissparkasse bei. Scholz sieht das als „Spiegelbild der konjunkturellen Entwicklung im Landkreis“.

Auch das Bewertungsergebnis der eigenen Geld- und Wertpapier-anlagen gestaltete sich positiv. Insgesamt erzielte die Kreissparkasse ein sehr erfreuliches Jahresergebnis.

Damit gehörte die Kreissparkasse auch 2013 zu den großen Steuerzahlern. Es wurden 19,4 Mio. Euro an Steuern gezahlt und damit ein ähnlich großer Betrag wie im Vorjahr.

Kreissparkasse begrüßt neue Regelungen zur Einlagensicherung, warnt aber gleichzeitig vor einer zu undifferenzierten Vergemeinschaftung von Risiken. Ergänzend zu den Ausführungen des Vorstandsvorsitzenden erläutert der stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Bernd Haußels, die Rolle der Sparkassen bei der Einlagensicherung. Der Begriff „Einlagensicherung“ ist in diesem Zusammenhang zunächst in den Kontext der „Bankenunion“ zu stellen. Die „Bankenunion“ besteht aus drei Ästen: der Einführung einer einheitlichen Aufsicht durch die Europäische Zentralbank (EZB) für 128 systemrelevante Institute ab Herbst 2014, der „Bankenrestrukturierung“ und eben der „EU-Einlagensicherung“. Unter dem Begriff „Bankenrestrukturierung“ versteht man einen Rettungs- und Abwicklungsmechanismus für notleidende Institute. Neben einem „gemeinsamen Abwicklungsfonds“ – dieser soll mit 55 Mrd. Euro dotiert werden – wird hier ein „gemeinsamer Abwicklungsmechanismus“ etabliert.
Jede Bank hat in diesen Abwicklungsfonds einen Anteil einzubringen; dies hat zur Folge, dass regionale Institute für große internationale Banken haften. Die Zahlung wird im Rahmen der Bankenabgabe erfolgen, die sich vervielfachen wird.

Die europäische Einlagensicherung wird von der Kreissparkasse begrüßt. Es ist aus Sicht der Kreissparkasse positiv, dass es in ganz Europa jetzt einheitliche Regeln für Sparer gibt und dabei die Institutssicherungssysteme in den europäischen Regeln verankert werden. Damit wird auf eine Vergemeinschaftung der Risiken verzichtet. „Das schafft Vertrauen“, so Bernd Haußels. Die Basis der Einlagensicherung bilden nationale Sicherungsfonds, die eine gesetzliche und eine freiwillige Einlagensicherung zur Verfügung stellen. Diese Sicherungsfonds werden von allen Instituten befüllt. Die Sparkassen zahlen auch in dieses System ein, obwohl sie schon ein eigenes Sicherungssystem unterhalten: „Sparkassen unterliegen im Rahmen der freiwilligen Einlagensicherung der sogenannten Institutssicherung, die durch den Haftungsverbund der Sparkassen realisiert wird, der verhindert dass ein Einlagensicherungsfall überhaupt eintreten kann“, so Haußels. Im Fall der Fälle würde der Haftungsverbund die gesamte Sparkasse „auffangen“. Für Kunden bedeutet das, so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende weiter, „dass Gelder, die Kunden bei Sparkassen einlegen zu 100 Prozent gesichert sind – und das unabhängig von gesetzlichen Sicherungen, die die Einlagen nur bis 100.000 Euro schützen“.

Haußels formuliert zur Bankenunion abschließend: „Die Kreissparkasse ist
für vergleichbare Einlagensicherungssysteme in der gesamten Europäischen
Union. Dies ist ein wichtiger Schritt in der Stabilisierung des Finanzwesens in
der Union. Jedoch dürfen die für die eigenen Kunden angesparten Mittel nicht für Kreditinstitute außerhalb des Sicherungssystems eingesetzt werden – dies konnte jetzt für die Einlagensicherung erreicht werden“.

„Weiterhin nicht sachgerecht ist es jedoch, dass Kreditinstitute, die – wie die Sparkassen – über ein eigenes Institutssicherungssystem verfügen und selbst für Stabilität sorgen, auch noch über die Bankenabgabe für fremde, international tätige und risikolastige Großbanken zur Kasse gebeten werden und damit für ein System zahlen, aus dem sie selbst nie einen eigenen Nutzen ziehen werden“.

Single Euro Payments Area (SEPA) – Verlängerung aus Sicht der Kreissparkasse nicht sinnvoll, Umstellung zum 1. Februar 2014 funktionierte reibungslos.
Der Start zum ursprünglich geplanten Termin des europaweit einheitlichen Zahlungsraums für Transaktionen in Euro, am 1. Februar 2014, funktionierte
bei der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen reibungslos. „Der gute Start war möglich, da alle Beteiligten – Mitarbeiter wie Kunden – an einem Strang gezogen haben“, so das Fazit des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Bernd Haußels. „Die Verlängerung um sechs Monate durch die EU-Kommission wäre aus unserer Sicht nicht notwendig gewesen. Im Gegenteil: sie verunsicherte die Kunden nur, da bestimmte Funktionalitäten im Zahlungsverkehr seit 1. Februar nicht mehr zur Verfügung stehen. Ein verbindlicher Termin ist oftmals hilfreicher um sich mit einem Thema auseinanderzusetzen. Darauf haben wir uns gemeinsam mit unseren Kunden eingestellt, und sehr gute Erfolge erzielt“ ergänzt der für das Projekt „SEPA“ zuständige Vorstand. Voraussetzung für das gute Gelingen waren neben der individuellen Ansprache der betroffenen Kunden zahlreiche Veranstaltungen für die Unternehmen. Insgesamt wurden über 1.500 Teilnehmer „SEPA-fit“ gemacht. Aktuell geht die „SEPA-Rechnung“ bei der Kreissparkasse auf: rund 75 Prozent aller Inlandsüberweisungen wurden im März 2014 im SEPA-Format abgewickelt, bei den Lastschriften waren es 88 Prozent. Noch einmal spannend wird es
bei SEPA zum 1. August 2014. Zu diesem Zeitpunkt werden die inländischen Zahlungsverkehrsverfahren komplett abgeschaltet. „Angesichts der bisherigen Entwicklung und der Rückmeldungen unserer Kunden im Hinblick auf Inkasso-vereinbarungen – diese sind notwendig, damit Kunden auch zukünftig Last-schriften einziehen können – sind wir uns sicher, dass auch dieser Schritt gelingen wird. Auch die Zahl der Einreicher von Disketten geht permanent zurück“, so Bernd Haußels hierzu.

3,4 Prozent mehr Kreditausleihungen an Unternehmenskunden.
„Ich freue mich über die positive Entwicklung im Geschäft mit unseren Unternehmenskunden.“ Mit dieser guten Nachricht fasst Vorstand Burkhard Wittmacher die Geschäftsentwicklung im Unternehmenskundenbereich der Kreissparkasse zusammen.

„Das gesamte Geschäftsvolumen im Unternehmenskundenbereich nahm um
6,1 Prozent zu, die Ausleihungen um 3,4 Prozent. Die niedrigen Zinsen nutzten die Firmen- und Geschäftskunden, um Liquidität anzusammeln und durch Tilgungen die Verschuldung der eigenen Unternehmen zu senken“, so Wittmacher erläuternd. Der Großteil der Finanzierungen entfiel auf mittel- und langfristige Investitionen. Der Kreissparkasse ist es so gelungen, ihre Marktführerschaft bei Krediten an die rund 12.500 Unternehmen und Selbständige erneut eindrucksvoll unter Beweis zu stellen.
Auch die Risikosituation im Kreditgeschäft profitierte von der positiven konjunkturellen Entwicklung. Die Zahl der Insolvenzen ging deutlich zurück.

„Die heimische Wirtschaft weist eine stabile Kreditnachfrage auf, die die Kreissparkasse wegen ihrer soliden Kapitalausstattung auch gut bedienen
kann. Die Versorgung des Mittelstands mit passenden Finanzierungsmitteln ist gewährleistet. Als regionales Kreditinstitut sehen wir uns dabei ganz besonders in der Pflicht“, so beschreibt der Firmenkundenvorstand die Philosophie der Kreissparkasse im Unternehmenskundengeschäft.

„Grenzen erkennen – Grenzen überwinden“ ist das zentrale Motto unseres Jahresberichtes 2013. Die Kreissparkasse ist zuverlässiger Begleiter der Unternehmenskunden in Europa, Amerika, Asien und den Schwellenländern.
„Das Auslandsgeschäft und die Begleitung von Exportfinanzierungen haben sich weiter positiv entwickelt“, erläutert der Unternehmenskundenvorstand Burkhard Wittmacher. Diese Entwicklung ist ein Spiegelbild der Exportorientierung der Unternehmen im Landkreis. Dabei unterstützt die Kreissparkasse die Unternehmen nicht nur in Europa, sondern auch in den USA, in Asien und in
den Schwellenländern. Als Gründungsmitglied und Gesellschafter des internationalen Beratungsnetzwerkes S-Country Desk nimmt die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen eine Schlüsselrolle im internationalen Firmenkunden-geschäft ein. Vier Auslandsfachberaterinnen betreuen Unternehmenskunden jeder Größe und Branche ganzheitlich in allen internationalen Belangen. „Diese Investition in qualifiziertes Personal ist ein wesentlicher Grundstein für unseren großen Erfolg im Auslandsgeschäft“, so Wittmacher hierzu. Insgesamt sind im kommerziellen Auslandsgeschäft rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Im Angebot hat die Kreissparkasse die ganze Palette des Auslands-geschäftes. Das sind Exportfinanzierungen, Vorfinanzierungen von Zahlungs-zielen, Erstellung von Akkreditivdokumenten, Übernahme von Länder- und Bankenrisiken aus Exportgeschäften – um nur einige Beispiele zu nennen. „Beim abgesicherten Volumen von Länder- und Bankenrisiken aus Exportgeschäften liegt die Kreissparkasse beispielsweise unter den 25 Großsparkassen auf Platz zwei, beim abgewickelten Exportakkreditivvolumen auf Platz sieben; dies zeigt die hohe Expertise der Kreissparkasse im internationalen Geschäft“, so Wittmacher. Und: nur eine Handvoll Sparkassen in Deutschland halten für die Bankenkommunikation ein sogenanntes „Correspondent Banking“ vor – die Kreissparkasse hat dies. Hierunter versteht man den direkten Austausch von SWIFT-Schlüsseln zwischen der Kreissparkasse und rund 950 weltweit tätigen Banken mit dem Ziel, Im- und Exporttransaktionen schneller abwickeln zu können. Im Auslandszahlungsverkehr lag das abgewickelte Volumen ohne
SEPA-Zahlungen 2013 bei 1,1 Mrd. Euro.

Dritter Platz in Deutschland für die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen im Leasinggeschäft.
Einen großen Erfolg kann die Kreissparkasse im Leasinggeschäft verzeichnen: 2013 lag das Leasing-Neugeschäft bei 76,9 Mio. Euro. Burkhard Wittmacher
zu diesem besonderen Ergebnis: „Damit liegt die Kreissparkasse in Baden-Württemberg an der Spitze und belegt in Deutschland unter allen Sparkassen Rang Drei“.

Geschäftsfeld „Corporate Finance“ erfolgreich etabliert.
Im Jahr 2013 wurde der Bereich „Corporate Finance“, das Geschäft mit strukturierten Finanzierungen, bei der Kreissparkasse neu etabliert. Die Unternehmenskunden erhalten durch die Spezialisten maßgeschneiderte Finanzierungslösungen. „Bereits im ersten Jahr konnten einige an den Bedürfnissen der Unternehmen ausgerichtete Finanzierungsstrukturen entwickelt werden“, erklärt Unternehmenskundenvorstand Wittmacher.
„Mit diesem Angebot sind wir“ – so Wittmacher weiter – „eine der wenigen Sparkassen in Baden-Württemberg, die diese Dienstleistung anbieten“.

48 Neugründungen, 19 Betriebsübernahmen: Positive Entwicklung bei Neugründungen ist ungebrochen.
Das Existenzgründungsteam der Kreissparkasse war auch 2013 wieder erfolgreich als Starthelfer auf dem Weg in die Selbstständigkeit. 48 Neu-gründungen wurden in die Selbstständigkeit begleitet. Das eingesetzte Finanzierungsvolumen betrug 5,44 Mio. Euro. 19 Betriebsübernahmen
wurden begleitet. Besonders erfreulich ist, dass die Kreissparkassen-Existenzgründer Furore machen. Letztes Jahr landeten gleich drei der Jungbetriebe beim Gründerpreis der Sparkassen unter den Top Ten in
Baden-Württemberg.

Gestiegene Kundeneinlagen trotz Zinstief. Kreissparkasse baut Marktstellung weiter aus.
Im Privatkundengeschäft konnte die Kreissparkasse ihre Marktstellung weiter ausbauen. Ablesbar ist das zunächst an der weiteren Zunahme an privaten Girokonten um 4.407 Stück. „Auch 2013 war das Premium-Konto Giro Gold wieder besonders beliebt. Dazu tragen nützliche Serviceleistungen, wie z. B.
die integrierte MasterCard bei, die im Ausland kostenlos für Barabhebungen
an Geldautomaten genutzt werden kann“, erklärt Frank Dierolf den Erfolg.

Der Bestand an Kundeneinlagen stieg um 4,6 Prozent auf 6,04 Mrd. Euro. „Dies ist ein sehr guter Erfolg, wenn man bedenkt, dass viele Kunden ihr Kapital nicht
in Spareinlagen anlegten, sondern für Sondertilgungen auf bestehende Kreditverträge nutzten“, so Frank Dierolf. Dierolf hierzu weiter: „Wer
heute formuliert, dass sich aufgrund der niedrigen Zinsen das Sparen nicht
mehr lohnt, der irrt. Denn spätestens im Alter fehlt dann der Zins und das Kapital – die Versorgungslücke wird noch größer, als sie aufgrund der demografischen Entwicklung und der Grenzen der gesetzlichen Rentenversicherung ohnehin schon ist“.

Auch das Wertpapiergeschäft entwickelte sich gut. Die Umsätze stiegen
um 21,4 Prozent, was insbesondere auf die positive Entwicklung an den Börsen zurückzuführen ist. Besonders gefragt waren Investmentfonds. Insgesamt wurden 62,5 Prozent mehr Investmentfonds gekauft als 2012. Die Nachfrage nach Münzen und Edelmetallen ging auf Grund der Kursentwicklung etwas zurück (der Umsatz sank um 8 Prozent), befindet sich aber weiterhin auf einem insgesamt hohen Niveau.

Gewerbeimmobilien legen um 22 Prozent zu.
Im Geschäft mit Wohnimmobilien wirkte sich das geringe Angebot auf die vermittelten Immobilien und somit auf die Erträge aus. Konnten 2012 noch 350 wohnwirtschaftliche Immobilien vermittelt werden, waren es 2013 lediglich 318 Stück. Im gewerblichen Bereich war 2013 ein Plus von 22 Prozent zu verzeichnen. Insgesamt wurden 33 Gewerbeimmobilien vermittelt. Die Erträge konnten bei 4,1 Mio. Euro gehalten werden.

Neuausrichtung beim Private Banking. Vermögensverwaltung der Kreissparkasse auf Wachstumskurs: Aktien mit einem Plus von 16,6 Prozent.
„Die Teuerung ist höher als der Zins, das bedeutet Kaufkraftverlust“. Das ist
laut Frank Dierolf die größte Sorge aller Anleger. Alle Geldanleger beobachten mit Sorge den Zinstiefstand. „Diese finanzielle Repression erfordert eine besonders intensive Beratung, gerade im Geschäft mit vermögenden Kunden. Die Kreissparkasse hat dem Anliegen dieser Kunden Rechnung getragen und den Bereich ´Private Banking´ weiter ausgebaut“, erläutert Frank Dierolf die Strategie der Sparkasse in diesem Kundensegment. „Eine ganzheitliche und umfassende Beratung, die auch die gesamte Familie, die Nachkommen und die Nachhaltigkeit des Vermögens umschließt, ist die Aufgabe des Private Banking“, erklärt Dierolf den Kern des Geschäftsfeldes. Sachwerte sind aus Sicht der Experten derzeit eine gute Anlagealternative. Besonders bei Aktien sind die Experten der Kreissparkasse erfolgreich. 2013 hat sich die Vermögens-verwaltung im Aktienbereich mit einem Plus von 16,6 Prozent sehr positiv entwickelt. Frank Dierolf fügt hinzu: „Die Risiken werden sehr sorgfältig analysiert und dadurch minimiert. Das ist unser Erfolgsrezept“.

Kreissparkasse mit ihren Filialen gut aufgestellt.
„Die Kreissparkasse ist mit ihrem Filialnetz sehr gut aufgestellt“, berichtet
Frank Dierolf. „Immer weniger Kunden kommen an unsere Kassen in den
Filialen um Geld abzuheben, einzuzahlen oder zu überweisen. Der Bedarf nach individueller Beratung hingegen ist gestiegen. Deshalb wurden einerseits die Servicezeiten angepasst. Im Gegenzug stehen die Berater von 08:00 bis 20:00 Uhr für Kundengespräche zur Verfügung“. Darüber hinaus tragen verstärkte Beraterschulungen und der Ausbau der technischen Infrastruktur dazu bei,
dass die Kunden auch künftig die Filiale vor Ort als zentrale Anlaufstelle für
ihre finanziellen Bedürfnisse erleben.

Neue Wege der Arbeitszeitregelung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in einer zunehmend online-bestimmten Welt das wichtigste Gut.
„Ausgefeilte Konzepte für die Personalarbeit sind gefragt“. Nach Aussage des für den Bereich Personal zuständigen Vorstands, Franz Scholz, liegen diese bei der Kreissparkasse vor. Um die Leistungsfähigkeit älterer Mitarbeiter zu erhalten, kann auf Wunsch die Wochenarbeitszeit verringert werden. So wird z. B. ab dem Alter von 55 Jahren eine Vier-Tage-Woche möglich. Für den demografischen Wandel ist die Kreissparkasse ebenfalls gut gerüstet. „Unsere Konzepte bieten auch auf diese Frage eine Antwort“, erklärt Franz Scholz. „Für junge Menschen in der Familienphase eröffnen wir Wege. Ob die flexibel zu regelnde Teilzeitarbeit oder den stufenweisen Wiedereinstieg nach der Elternzeit.
Wir stellen uns, so weit es möglich ist, auf die Bedürfnisse unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Und unseren Nachwuchs bilden wir zu einem Gutteil selbst aus – derzeit fast 120 Auszubildende. Da sind wir sicher, dass die Qualität stimmt“. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind damit auch in der Welt des Online-Banking für die Kreissparkasse ein zentraler Erfolgsfaktor. „Der Kunde kann uns auf vielen Wegen erreichen. Und wir stellen sicher, dass auf allen Wegen persönliche Ansprechpartner zur Verfügung stehen“, so Franz Scholz dazu.

Kreissparkasse investiert rund 65 Mio. Euro in den Standort Esslingen.
Mit dem Abriss der ehemaligen Hauptstelle der Kreissparkasse auf dem Vogelsang-Areal in Esslingen wurden die Baumaßnahmen im Stadtgebiet eingeläutet. Die Erdarbeiten sind in vollem Gange. „Mit einer Fertigstellung
des Rohbaus rechnen wir im November 2014. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Mitte 2015 geplant“, beschreibt Franz Scholz den Zeitplan für den Gebäudekomplex, der als Standort für 300 Mitarbeiter der Kreissparkasse geplant ist und künftig die Betriebsbereiche des Unternehmens beheimaten wird. Am Gebäude „Falken“ in der Bahnhofstraße/Am Kronenhof werden die Restaurierungsarbeiten forciert. „Ziel ist es, das Gebäude statisch zu sichern.
Dazu haben die Handwerker die Klinkerfassade an mehreren Seiten des Hauses abgetragen und das dahinter liegende Fachwerk freigelegt. Anschließend sind umfassende statische Untersuchungen und Planungen erforderlich, damit
das Haus im Zuge der Rohbauarbeiten wie geplant angehoben werden kann“, erläutert der Vorstandsvorsitzende die aktuellen Vorgänge am zweiten Bauprojekt der Sparkasse. Das dritte Projekt startet Anfang 2016: Der Neubau der Hauptstelle in Esslingen. Insgesamt wird die Kreissparkasse rund 65 Mio. Euro in den Standort Esslingen investieren.

Gut für den Landkreis: Wirtschaft, Umwelt und Soziales in Einklang bringen.
„Der wirtschaftliche Erfolg ist für unsere Sparkasse wichtig“, erklärt Franz Scholz, „aber nicht um jeden Preis“. Der Vorsitzende des Vorstands misst dem spar-samen Umgang mit natürlichen Ressourcen wie auch dem sozialen Miteinander unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie im Umfeld der Kunden, eine große Bedeutung bei. „Der Gleichklang von Wirtschaft, Umwelt und Sozialem ist die Voraussetzung für Wohlstand und Wachstum“, erklärt Scholz. „Wir gehen
mit gutem Beispiel voran. Zum Beispiel beim Thema Energie. Der Strom, den die Kreissparkasse verbraucht, kommt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Wasser und Sonne“, fügt Scholz hinzu. Weiter engagiert sich die Kreissparkasse stark für das soziale Leben im Landkreis. Rund 6.000 Euro fließen jeden Tag in Projekte aus den Bereichen Umwelt und Gesellschaft, Bildung und Wissenschaft sowie Kultur und Sport. Das sind im Jahr rund 2,2 Mio. Euro.

Der wirtschaftliche Erfolg der Kreissparkasse kommt auch der Wirtschaft des ganzen Landkreises zugute. 1.610 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten ein sicheres Einkommen; damit wird eine Kaufkraft geschaffen, die im Landkreis spürbar ist. Darüber hinaus engagieren sich diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch ehrenamtlich. Damit ist die Kreissparkasse ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Landkreis.

Zum Ende der Bilanzpressekonferenz weist Franz Scholz noch auf ein Jubiläum der Kreissparkasse hin. Vor 40 Jahren fusionierten die Kreissparkassen Esslingen und Nürtingen. Die neu entstandene Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen gehört heute zu den großen Sparkassen in Deutschland. Der Esslinger Künstler Tobias Rehberger hat das Ereignis visualisiert und ein
Plakat hierzu geschaffen. Ein Vorhang aus roten und türkisfarbenen Bändern bewegt sich im Windhauch vor schwarzem Hintergrund. An einer Stelle gibt
der Vorhang eine Lücke frei, aus der eine Sprechblase emporsteigt:
„40 Jahre Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen“.

Kurz-URL: https://www.88news.de/?p=1052777

Erstellt von an 30 Apr 2014. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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