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Mittelbayerische Zeitung: „Mittelbayerische Zeitung“ zu „Xavier Naidoo“:





Was Kunst darf und nicht darf, darüber lässt
sich streiten. Sicher ist das, was Künstler schaffen, immer
Interpretationssache. Eindeutiger aber als das, was Naidoo und die
Söhne Mannheims mit „Marionetten“ geschaffen haben, geht es kaum. Die
Stoßrichtung des Textes ist klar. Die Versuche Naidoos, sich von den
offen gezeigten rechten Tendenzen zu distanzieren, sind wenig
überzeugend. Noch dazu, nachdem der Sänger in der Vergangenheit
bereits mehrfach durch seine Nähe zu Verschwörungstheoretikern und
Reichsbürgern aufgefallen ist. Eine ironische Distanz, wie sie etwa
Naidoo-Kritiker Jan Böhmermann zu seinem Schmähgedicht auf Erdogan
auf mehrfache Weise eingebaut hatte, findet nicht statt. Alles ein
Missverständnis? Dann aber wäre Naidoo ein schlechter Musiker, der
das Metier der Popmusik, deren Konzept auf leichter Verständlichkeit
beruht, schlicht nicht beherrscht. Wer weiß, dass es Taktik gerade
rechter Politik ist, sich nach bewussten Grenzüberschreitungen als
missverstanden darzustellen, der weiß auch, wessen geistiges Kind
Naidoo ist.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

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Erstellt von an 9 Mai 2017. geschrieben in Kultur. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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