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Mitteldeutsche Zeitung: Justiz Mammut-Verfahren bremsen Gerichte aus





Zahlreiche Mammut-Verfahren bringen die Justiz in
Sachsen-Anhalt an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Die Folge:
Über viele andere Klagen wird in absehbarer Zeit nicht entschieden
werden, weil an den Gerichten das Personal fehlt. Das berichtet die
in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Sonnabend-Ausgabe). Die
Zahl der großen Verfahren nimmt vor allem bei Wirtschaftsstrafsachen
zu. Neun Verfahren an Landgerichten dauern bereits länger als drei
Jahre, weitere 17 schon über zwei Jahre. Infolge der Mammut-Prozesse
bleibt vieles andere erst einmal liegen – Tendenz steigend. Der
Rückstau ist ein Problem, das die Arbeit so gut wie aller Gerichte
beeinträchtigt.

Das Justizministerium beziffert den Überhang aus 2016 mit rund 170
Strafsachen – allein an den Landgerichten. Der Richterbund in
Sachsen-Anhalt dringt daher auf eine bessere Personalausstattung in
der Justiz. „100 Prozent plus eins“, so beschreibt Vorsitzender
Markus Niester die absolute Untergrenze bei der Stellensetzung.
„Aber gerade die großen Wirtschaftsverfahren zeigen, dass das System
gerade ziemlich auf Verschleiß fährt.“

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: https://www.88news.de/?p=1552907

Erstellt von an 18 Nov 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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