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„Nachtcafé: Abschied vom Auto – Ende einer Liebesbeziehung?“ (FOTO)





Michael Steinbrecher spricht u. a. mit Heinz-Harald Frentzen, der
auf Elektro-Autos umgestiegen ist / Freitag, 24. November 2017, 22
Uhr, SWR Fernsehen

Das Auto ist das beliebteste Fortbewegungsmittel der Deutschen und
der Inbegriff von Unabhängigkeit und Freiheit. Aktuell sind mehr als
45 Millionen PKW in Deutschland zugelassen. Autos, die Menschen zur
Arbeit fahren oder mit denen sie ihre Wocheneinkäufe transportieren –
gleichermaßen aber auch Autos, die die Straßen verstopfen, und mit
Verkehrslärm und Luftverschmutzung belasten. Das Umweltbundesamt
meldet bedenkliche Feinstaub-Werte für weite Teile der Republik. Doch
es gibt Alternativen: Umweltfreundliche Elektro-Autos sind zum
Beispiel inzwischen markttauglich und werden ständig
weiterentwickelt. Ist das eigene Auto heute also überhaupt noch
notwendig? Hat diese Liebesbeziehung eine Zukunft oder steht sie vor
dem Aus? Darüber spricht Michael Steinbrecher mit seinen Gästen im
„Nachtcafé: Abschied vom Auto – Ende einer Liebesbeziehung?“ am
Freitag, 24. November, 22 Uhr, im SWR Fernsehen.

Die Gäste im „Nachtcafé“:

Heinz-Harald Frentzen ist auf Elektro-Autos umgestiegen Als
Formel1-Rennfahrer hatte Heinz-Harald Frentzen Benzin im Blut. Doch
als der Vize-Weltmeister das umweltschädliche Image des Motorsports
erkannte, handelte er: Mit Hybridfahrzeugen leistete Frentzen
Pionierarbeit im Rennsport und ist auch privat auf E-Mobilität
umgestiegen: „Es ist ein tolles Gefühl, zu wissen, dass mein Auto mit
Strom fährt, der von der Sonne kommt.“

Toni Gräff liebt seine zehn Oldtimer

Bereits seit seiner Kindheit schwärmt Toni Gräff für die Automarke
Jaguar. Inzwischen besitzt er zehn Oldtimer, die er liebevoll hegt
und pflegt. Eher würde der Pfälzer sein Haus verkaufen, als sich von
einem seiner Schätze zu verabschieden. Denn für „Jaguar-Toni“ sind
sie mehr als nur Autos: „Diese Fahrzeuge spürt und hört man, die
riecht und erlebt man.“

Silvana Joppich ist als Autoverkäuferin von den Vorteilen
überzeugt Auch Silvana Joppich liebt Autos und hat aus ihrer
Begeisterung einen Beruf gemacht. „Autoverkaufen ist für mich eine
Leidenschaft, weil man den Menschen damit etwas Gutes tut“, stellt
die Berlinern fest. Sie weiß genau, worauf Männer und Frauen bei
Autos Wert legen und ist überzeugt davon, dass wir uns noch lange
nicht vom Auto verabschieden müssen.

Heinrich Strößenreuther kämpft für fahrradfreundliche Städte
Heinrich Strößenreuther lebt bereits ein Leben ohne Auto – und ärgert
sich als leidenschaftlicher Fahrradfahrer über das Vorrecht der Autos
in deutschen Städten: „Als Radfahrer ist man ein Verkehrsteilnehmer
dritter Klasse.“ Damit sich das ändert, kämpft er für
fahrradfreundliche Städte und brachte mit einer Initiative in Berlin
das erste Fahrradgesetz Deutschlands auf den Weg.

Monika Schnaiter ist auf ihr Auto angewiesen Für die Landwirtin
Monika Schnaiter ist ein Abschied vom eigenen Auto unvorstellbar.
Doch ist es für sie weniger eine Liebesbeziehung als eine Zweckehe.
Denn sie lebt mit ihrer Familie auf einem Hof, vier Kilometer vom
nächsten Ort entfernt. Sie ist angewiesen aufs Auto – Bus und Bahn
können da nicht mithalten. Für die Schwäbin steht fest: „Das Auto ist
alternativlos hier.“

Klaus Gietinger würde Autos am liebsten abschaffen Die
Liebesbeziehung zwischen den Deutschen und ihren Autos kann Klaus
Gietinger nicht nachvollziehen. Er würde Autos am liebsten sofort
abschaffen. Autos machen Lärm, verpesten die Umwelt und kosten
Millionen Menschenleben, so der Regisseur und Autor. Deshalb mahnt
er: „Diese Massenvernichtungswaffe muss unschädlich gemacht werden.“

Thomas Gsella verlor seine Schwester und seine Nichte bei einem
Autounfall Dass von Autos eine tödliche Gefahr ausgehen kann, musste
Thomas Gsella auf tragische Weise erfahren: Seine Schwester und
Nichte wurden Opfer eines Autobahnrasers, der mit 200 km/h den
Kleinwagen der beiden Frauen rammte. „Da wirkt Gewalt ein – das ist
ein Tod wie im Krieg“, stellt der Schriftsteller fest und fordert
deshalb ein Tempolimit auf Autobahnen.

Dr. Weert Canzler ist als Mobilitätsforscher tätig Als
Mobilitätsforscher und Sozialwissenschaftler weiß Dr. Weert Canzler,
warum das Auto einen hohen Stellenwert für uns Deutsche hat und wie
schwer uns ein Abschied fallen würde. Doch er warnt: „Wir können
nicht weitermachen wie bisher.“ Gleichzeitig klärt er darüber auf,
welche Alternativen es schon heute zum Auto gibt und wie wir uns in
Zukunft fortbewegen werden.

„Nachtcafé“ – anspruchsvoller Talk auf Augenhöhe Das „Nachtcafé“
ist seit Jahrzehnten eine der erfolgreichsten Talkshows im deutschen
Fernsehen. Jeden Freitagabend begrüßt Moderator Michael Steinbrecher
Menschen mit besonderen Lebensgeschichten, darunter auch Prominente
und Experten, um sich gemeinsam mit ihnen mit einem Thema
auseinanderzusetzen.

„Nachtcafé: Abschied vom Auto – Ende einer Liebesbeziehung?“ am
Freitag, 24. November 2017, 22 Uhr im SWR Fernsehen

Fotos über www.ARD-Foto.de

Pressekontakt: Grit Krüger, Tel. 07221 929 22285,
grit.krueger@SWR.de

Original-Content von: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: https://www.88news.de/?p=1553833

Erstellt von an 21 Nov 2017. geschrieben in Auto/Verkehr. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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