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Neue Westfälische (Bielefeld): Flüchtlingsrat NRW fordert Schulpflicht für Kinder in Landesaufnahmeeinrichtungen





Bielefeld. Der Flüchtlingsrat NRW hat die
schwarz-gelbe Landesregierung aufgefordert, die Schulpflicht für
geflüchtete Kinder schon in den Landesaufnahmeeinrichtungen
einzuführen. In einem Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden
Neuen Westfälischen (Montagausgabe) sagte die Geschäftsführerin des
Flüchtlingsrats, Birgit Naujoks, dass „zu viele Jungen und Mädchen zu
lange ohne jede Bildungschance in den Unterkünften hausen“. In NRW
gilt die Schulpflicht nach derzeitiger Gesetzeslage für asylsuchende
Kinder und Jugendliche erst nach der Zuweisung zu einer Kommune.

Nach seinem Ehrenamtskongress in Essen verlangte der
Flüchtlingsrat eine Änderung des Schulgesetzes. Ehrenamtliche
Angebote würden einer angemessenen Schulbildung von geflüchteten
Kindern keineswegs gerecht. Sie dürften daher „nicht als Ersatz zum
regulären Schulbesuch betrachtet werden“. Bis ein Kind einen
regulären Schulplatz erhält, „muss das Land NRW den vorübergehenden
Unterricht durch Lehrer in den Landesaufnahmeeinrichtungen
sicherstellen“, sagte Naujoks. „Das ist die humanitäre Pflicht der
Landesregierung.“ Vorrangig bleibe das Ziel, geflüchtete Kinder „so
schnell wie möglich in einer nahegelegenen Schule anzumelden“.

Der Flüchtlingsrat erneuerte seine Forderung nach kürzeren
Unterbringungszeiten in den landeseigenen Erstaufnahmeeinrichtungen.
Die Dauer des Aufenthalts solle „durchschnittlich nicht länger als
sechs Wochen“ betragen. Von ihren Überlegungen einer Verlängerung auf
bis zu zwei Jahre müsse die NRW-Regierung „unbedingt abrücken“, sagte
Naujoks. Sie warnte vor „verheerenden psychologischen Auswirkungen
für Flüchtlinge, ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer“. Wer so
lange in einer Aufnahmeeinrichtung sitze, „wird schlichtweg krank“.

Unter den Ehrenamtlichen macht sich laut Flüchtlingsrat oft
Frustration breit. Viele stießen an „politisch gewollte Grenzen“,
sagte Naujoks. Regional gebe es bei der „Willkommenskultur“
inzwischen große Unterschiede.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 12 Nov 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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