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NOZ: NOZ: „Tatort“-Regisseur Ranisch hat Ulrike Folkerts den Mörder vorenthalten





„Tatort“-Regisseur Ranisch hat Ulrike Folkerts
den Mörder vorenthalten

Nur der Darsteller des Täters wusste bei den Dreharbeiten, wer es
ist – Im nächsten „Tatort“ ist auch seine 95-jährige Oma dabei, die
mit 89 ihr Filmdebüt gab

Osnabrück. Regisseur Axel Ranisch, dessen erster „Tatort“ am
Sonntag im Ersten zu sehen ist, hat bei den Dreharbeiten zur
Ludwigshafener Folge „Babbeldasch“ weder seiner Hauptdarstellerin
Ulrike Folkerts alias Lena Odenthal noch den anderen Ermittlern
gesagt, wer der Mörder ist: „Da wir – wie ich es immer mache –
chronologisch gedreht haben, habe ich den Darstellern der Kommissare
vorenthalten, wer der Mörder ist. Nur der Mörder wusste, dass er es
ist,“ sagte der 33-Jährige der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag).

Im Prinzip habe er damit nur einem Wunsch der Hauptdarstellerin
entsprochen, sagte Ranisch: „Ulrike hatte sich mehrfach öffentlich
Experimente und frischen Wind gewünscht, das hat sie nun gekriegt.
Das heißt, sie musste bei allen Bedenken erst mal gute Miene zum
bösen Spiel machen. Nichtsdestotrotz habe ich wahrgenommen, dass es
eine gewisse Skepsis gab.“ Allerdings habe man sich im Vorfeld der
Dreharbeiten „schon drei- oder viermal spielerisch kennengelernt“
und dabei unter anderem Familienaufstellungen gemacht.

Gerade erst hat Ranisch seinen zweiten Ludwigshafener Tatort
abgedreht und darin auch seiner 95-jährigen Großmutter eine Rolle
gegeben: „Im Film heißt sie Lieslotte Viardot und ist eine ehemalige
Schauspielerin, die in den 50er- und 60er-Jahren große Erfolge
gefeiert hat mit Tanzfilmen, die im Schwarzwald spielten. Jetzt
bewohnt sie als 95-jährige Diva dieses etwas morbide Hotel, in dem
wir gedreht haben.“

Die erste Rolle hatte Ranisch der Großmutter in seinem Film „Dicke
Mädchen“ gegeben – als sie 89 war: „Ich hab mir immer gewünscht, dass
sie mal den Preis für die beste Nachwuchsschauspielerin kriegt, aber
den Humor hat bisher leider niemand gehabt.“

Mittlerweile ist Ruth Bickelhaupt geradezu ein Filmroutinier, wie
Ranisch über seine Großmutter sagt: „Ich hab neulich mal ihre
Filmografie durchgezählt, mittlerweile sind es 18 Kurzfilme und
sieben Langfilme, in denen sie mitgewirkt hat. Theater hat sie
gespielt unter der Regie von Corinna Harfouch in Berlin, sie hat bei
Dietrich Brüggemann mitgespielt, demnächst ist sie bei Ulrich Köhler
dabei.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabr?cker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 25 Feb 2017. geschrieben in Kultur. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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