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NOZ: Sänger Philipp Poisel hat kein Smartphone und nutzt Telefon vom Discounter





Philipp Poisel hat kein Smartphone und nutzt
Telefon vom Discounter

Musiker kann mit altem Knochen vom Discounter am besten abschalten
– Briefe von Fans helfen ihm über persönliche Krisen – Krebsdiagnose
warf 33-Jährigen aus der Bahn

Osnabrück. Während einige auf ihr Smartphone nicht verzichten
können, lebt Musiker Philipp Poisel schon seit einigen Jahren
abstinent. „Ich bin kein Smartphone-Gegner, aber ich konnte den
Umgang damit nicht gut kontrollieren“, sagte Poisel im Gespräch mit
der Neuen Osnabrücker Zeitung (Samstag). „Sobald man ein Smartphone
hat und online ist, wird es immer schwieriger, die Tür zu schließen
und abzuschalten. Mein Handy ist ein alter Knochen vom Discounter.
Damit funktioniert das Abschalten ganz gut, und ich kann die freie
Zeit wirklich genießen.“

Am 17. Februar erscheint Poisels neues Album „Mein Amerika“. Seine
Freizeit ist auch seit seinem Vertrag bei Grönland Records, dem Label
von Herbert Grönemeyer, immer kostbarer. Als das Angebot kam, habe
sich Poisel nicht nur über die wirtschaftliche Sicherheit, sondern
zudem über ein Label, bei dem er sich aufgehoben fühlt, gefreut.
„Diese Zusammenarbeit passt auch, weil ich mich mit seiner Musik
identifiziere. Herbert Grönemeyer ist fast wie ein musikalischer
Vater für mich. Sein Label hat mich kompromisslos aufgenommen, mit
allen Ecken und Kanten, die ich habe. Hier darf ich sein, wie ich
bin“, sagte der 33-Jährige.

In seinen Liedern singt der Schwabe von großen Gefühlen und der
großen Liebe. Wann er selbst das erste Mal verliebt war, weiß er
heute nicht mehr so genau. „Aber in der Grundschule habe ich das
erste Mal einen Liebesbrief verfasst.“ Handgeschriebene Briefe, die
er nach seinen Konzerten zugesteckt bekommt, schätzt er sehr. An
ihnen bemerkt der Musiker, wie wichtig seine Lieder für seine Fans
sind. „Manchmal gibt es Phasen, in denen ich vergesse, wie schön es
ist, auf der Bühne zu stehen. Doch diese Briefe erinnern mich in
Krisen daran, warum ich diesen Job mache“, sagte Poisel.

Eine Diagnose warf ihn während der Arbeit an seinem zweiten Album
aus der Bahn. Ärzte vermuteten bei dem Schwaben Krebs. Nach drei
Tagen gaben sie Entwarnung, die Mediziner hatten sich getäuscht. Eine
kurze Zeit, die Philipp Poisel intensiv erlebte und ihn schockiert
zurückließ. „Ich war sehr introvertiert und habe versucht, geduldig
zu sein. Alle Pläne habe ich in diesem Moment verworfen. Ich habe
versucht, mich auf mich und die Menschen, die mir wichtig sind, zu
besinnen. Als die Ärzte mir mitteilten, dass sie sich geirrt haben,
war ich erleichtert. Trotzdem habe ich eine ganze Weile gebraucht, um
diesen Schock zu verdauen.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabr?cker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 11 Feb 2017. geschrieben in Kultur. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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