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Preiskrieg und Margenverfall: Deutsche Mobilfunkanbieter verlieren 2,7 Prozent Umsatz pro Jahr und Kunde (FOTO)






 


Die aktuelle Studie „An Industry at Risk: Commoditization in the
Wireless Telecom Industry“ von Strategy&, der Strategieberatung von
PwC, zeigt, dass gesättigte Märkte, fehlende Service-Innovationen und
ausufernder Preiskampf Mobilfunkanbieter weltweit zur strategischen
Neuausrichtung der Geschäftsmodelle zwingen. Vor allem in den
Industrienationen sinken die durchschnittlichen Einnahmen der
Anbieter pro Nutzer (Average Revenue per User/ARPU) seit Jahren und
auch die Marktanteile der großen Player gleichen sich zunehmend an.
So reduzierten sich die nach Bevölkerungsgröße gewichteten Umsätze
der Mobilfunkanbieter pro Nutzer in den 59 untersuchten Ländern
zwischen 2006 und 2016 im Schnitt um insgesamt 35 Prozent, das
bedeutet einen durchschnittlichen Rückgang um 4 Prozent pro Jahr. Mit
einem Marktvolumen in Höhe von 26,5 Milliarden Euro (2015) ist der
deutsche Mobilfunkmarkt der größte in Europa. Gleichzeitig kann er
aber mit einer Marktdurchdringung von 145 Prozent und 117 Millionen
laufenden Mobilfunkverträgen (2015) auch als weitgehend gesättigt
betrachtet werden. In diesem preisfixierten Markt schrumpften die
Erlöse der deutschen Anbieter zwischen 2011 und 2015 pro Kunde und
Jahr um 2,7 Prozent.

„Die Telekommunikationsindustrie sieht sich einer zunehmenden
Kommoditisierung ausgesetzt. Nachdem ein signifikanter
Wettbewerbsvorteil über die Netzqualität kaum noch möglich ist,
verlagert sich ihr Wettbewerb zunehmend auf das Serviceportfolio und
nicht zuletzt auf den Preis“, kommentiert Stefan Eikelmann, Partner
bei Strategy&. „Um die EBITDA-Margen aber nicht in einem ruinösen
Preiskampf endgültig auf Talfahrt zu schicken, müssen die
Netzbetreiber neben klassischen Effizienzsteigerungsmaßnahmen vor
allem an einer Differenzierung durch Services und Inhalte arbeiten.“

Mit Blick auf die Unterschiede zwischen den ARPUs der einzelnen
Anbieter und ihren Marktanteilen wurden 93 Prozent der weltweit
untersuchten Märkte im Stadium der Kommoditisierung verortet.
Lediglich in Schwellenländern wie Mexiko und Brasilien haben die
Mobilfunkanbieter noch Wachstumspotential durch ihre generischen
Angebote.

„Der massive Kommoditisierungstrend im Mobilfunkmarkt ist für die
Anbieter in den Industrienationen mit unmittelbarem Handlungsdruck
verbunden, wenn sie als Unternehmen langfristig bestehen wollen. Die
Mobilfunkanbieter müssen strategische Kostensenkungsprogramme in
Angriff nehmen, die eigenen Wertschöpfungsketten überdenken und sich
vor allem über innovative Services vom Wettbewerb differenzieren. Um
den aktuellen Prozess zu verlangsamen oder sogar aufzuhalten, sollten
die Anbieter in ihrem Portfolio auf Trendthemen wie Smart Home oder
Connected Car setzen und bereits heute das Thema 5G berücksichtigen“,
so das Fazit von Stefan Eikelmann.

Die Studie „An Industry at Risk: Commoditization in the Wireless
Telecom Industry“ erhalten Sie unter
http://www.strategyand.pwc.com/reports/industry-at-risk.

Pressekontakt:
Daniel Oehm
Communications Expert
PwC Strategy& (Germany) GmbH
daniel.oehm@strategyand.pwc.com
T: +49(89) 545 25 573

Original-Content von: Strategy&, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: https://www.88news.de/?p=1461089

Erstellt von an 27 Feb 2017. geschrieben in Bilder, Telekommunikation. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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