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Rheinische Post: Ende eines Diktators Kommentar Von Martin Kessler





Robert Mugabe ist einer der am längsten
regierenden Präsidenten der Welt. Das spricht für die politische
Raffinesse dieses Ex-Guerillakämpfers, der das Apartheid-Land
Rhodesien den Weißen entriss und daraus Simbabwe machte. Doch in der
langen Regierungszeit liegt auch viel Tragisches. Denn Mugabe
verstand es vor allem, seine Gegner kaltzustellen. Ein Land aus den
Trümmern eines Bürgerkriegs aufzubauen, haben er und seine
Gefolgschaft nicht geschafft. Die Militärs haben jetzt die Notbremse
gezogen und den Diktator unter Hausarrest gestellt. Das ist nicht
sehr demokratisch, aber offenbar die einzige Möglichkeit, das einst
reiche Land vor dem Ruin zu bewahren. Mugabe hat mit seiner Frau, die
gern Nachfolgerin werden möchte, und seinen alten Mitkämpfern eine
korrupte Diktatur errichtet, die hoffentlich jetzt zu Ende geht.
Leider haben die Militärs lange von den großzügigen Zuwendungen
Mugabes gelebt, während das Volk Not litt. Ob sie jetzt freie Wahlen
abhalten und eine Zivilgesellschaft aufbauen, ist fraglich. Bitter
nötig wäre es.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 15 Nov 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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