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Rheinische Post: Kommentar / Am Riemen reißen = Von Kristina Dunz





Wenn vier verschiedene Parteien ein gemeinsames
Bündnis für vier Jahre ausloten, ist es keine Schande, dass das ein
paar Wochen dauert. Die Spitzen von CDU, CSU, FDP und Grüne müssen
sehr genau prüfen, welche Zugeständnisse sie ihrer jeweiligen
Parteibasis und Wählerschaft etwa bei den großen Streitthemen
Klimaschutz, Zuwanderung oder Finanzen zumuten können. Insofern sind
zweiwöchige mühselige Sondierungen noch kein schlechtes Omen, Jamaika
ist keinesfalls verloren. Beschämend ist aber, wenn gestandene
Politiker völlig überzogen provozieren und mit viel Show die eigene
Forderung zur Bedingung erklären. Wohlwissend, dass es so keine
Koalition geben kann. Viele Bürger sind schon jetzt genervt und
wollen erst wieder etwas hören, wenn es eine Entscheidung gibt. Das
schadet dem Ansehen der Politik. Gerade während einer
Regierungsbildung müsste das Interesse groß an den Verhandlungen über
die künftigen Leitlinien sein. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident
Daniel Günther hat es richtig gesagt: „Wir müssen uns jetzt am Riemen
reißen.“ So ist es.

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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 3 Nov 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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