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Rheinische Post: Kommentar / Doppeltes Signal der CSU = Von Eva Quadbeck





Beim heute beginnenden Parteitag der CSU ist
mit einem doppelten Signal der Bayern zu rechnen. Selbstverständlich
werden sie ihr traditionelles „Mia san mia“ hochhalten, eine
Leitkultur für Deutschland und eine gesetzliche Obergrenze von
200.000 Flüchtlingen pro Jahr einfordern. Mit Blick auf das Wahljahr
2017 werden die Christsozialen zudem niedrigere Steuern und höhere
Mütterrenten verlangen. Die zweite Botschaft aber muss lauten, dass
die CSU auch nach dem Herbst 2017 in einer Union mit der
Schwesterpartei CDU regieren will. Dementsprechend wird Seehofer zwar
seine Position in der Flüchtlings- und Migrationspolitik noch einmal
schärfen. Mit neuen Angriffen auf die Kanzlerin aber ist nicht zu
rechnen. Es klingt absurd: Aber das wechselseitige Fernbleiben von
Merkel und Seehofer bei den Parteitagen der Schwesterpartei ist Teil
des Drehbuchs für eine neue Kanzlerkandidatur Merkels nach dem großen
Zerwürfnis zwischen CDU und CSU. Die CSU muss und will sich ihrer
selbst vergewissern, bevor sie Merkel wieder unterstützen kann.

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Rheinische Post
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Telefon: (0211) 505-2621

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Erstellt von an 3 Nov 2016. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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