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Rheinische Post: Kommentar: Ein seltsamer Präsident





Georg Fahrenschons Verhalten ist, gelinde
gesagt, merkwürdig. Jemand, der das eigene Vergehen strafrechtlich in
aller Öffentlichkeit bewertet, ehe ein Gericht über seine Schuld
befunden hat, greift der Instanz vor, die er selbst in der Hoffnung
bemüht hat, sie möge seine Unschuld feststellen. Das macht den
umstrittenen Präsidenten noch angreifbarer, als er es eh schon ist.
Der noch amtierende Verbandschef ist dem Normalsparer nur noch schwer
als oberster Repräsentant der Sparkassen zu verkaufen. Was soll der
Kleinsparer von einem Vertreter halten, der es mit der
Steuererklärung nicht so genau nimmt? Die Sparkassen sind die Säule
der deutschen Geldwirtschaft, die ihre Existenz stets mit dem Verweis
auf das Gemeinwohl begründet. Wenn sie durch jemanden vertreten
werden, der sich – ob aus Oberflächlichkeit oder Absicht – nicht um
das Gemeinwohl schert (zu dem auch die Steuerpflicht gehört), dann
klafft ein viel zu großes Loch zwischen Anspruch und Wirklichkeit.
Das wissen auch die Sparkassen-Funktionäre. Fahrenschons Abgang ist
vermutlich nur eine Zeitfrage. www.rp-online.de

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 8 Nov 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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