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Rheinische Post: Kommentar: Ende eines Albtraums





Für Thyssenkrupp geht ein unrühmliches Kapitel
zu Ende. Acht Milliarden Euro hat der Essener Konzern in Nord- und
Südamerika verbrannt. Das Management stürzte sich, geblendet vom
Stahlboom Anfang der 2000er-Jahre, in ein Abenteuer, das schnell zum
Albtraum wurde. Wie unrealistisch die damaligen Vorstellungen waren,
zeigt eine Vorgabe von Thyssenkrupp-Manager Karl-Ulrich Köhler: Ziel
müsse eine Rohstahlkapazität von 30 bis 40 Millionen Tonnen im Jahr
sein, sagte er. Heute sind es gerade einmal zwölf Millionen.
Natürlich ist es einfach, rückblickend hart zu urteilen. Doch das
CSA-Fiasko war nicht plötzlich in der Welt, sondern zeigte sich
Quartal für Quartal an explodierenden Kosten und immer wieder
verschobenen Startterminen. Das alte Management hielt zu lange
unbeirrt Kurs. Dass Thyssenkrupp-Chef Hiesinger damit Schluss machte,
darf er auf der Haben-Seite verbuchen. Nun muss er die Folgen zügig
in den Griff bekommen und die Eigenkapitalquote wieder deutlich
erhöhen. Ansonsten läuft er Gefahr, spätes Opfer des
Brasilien-Albtraums zu werden.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 22 Feb 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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