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Rheinische Post: Kommentar: Keine Rentenexperimente





Boomzeiten sind aus Sicht der
Sozialversicherungen ganz schlecht für Koalitionsverhandlungen. Die
gut gefüllten Sozialkassen werden zur Spielmasse am Berliner
Verhandlungstisch. Das muss auch die Rentenversicherung erleben. Die
einen wollen die Mütterrente erhöhen für Kinder, die vor 1992 geboren
sind, die anderen die Rente für Geringverdiener anheben. Aber bitte
solche Geschenke nicht auf Kosten der Beitragszahler verteilen! Eine
Anhebung der Rente für Geringverdiener verbietet sich ohnehin aus
Gerechtigkeitsgründen: Wieso soll einer, der stets nur Minijobs
hatte, genauso viel bekommen wie etwa ein Friseurgeselle, der dafür
ein Leben lang gearbeitet hat? Die überraschend gute Lage der
Rentenkasse erlaubt jetzt eine ordentliche Rentenerhöhung für die 21
Millionen Senioren, am grundsätzlichen Problem ändert das nichts.
Jeder Boom geht mal vorbei, und die Alterung der Gesellschaft hört
deshalb nicht auf. Weiterhin gilt: Spätestens 2030 sieht es in der
Rentenkasse finster aus. Verantwortungsvoll wäre die
Jamaika-Koalition, wenn sie die komfortable Lage jetzt nutzte, um die
Weichen für die Zukunft zu stellen. Dazu gehört auch eine
Rentenkommission, die über so schmerzhafte Dinge wie die Rente mit 70
redet.

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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 14 Nov 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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