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Rheinische Post: Kommentar / Klimaschutz ohne die Amerikaner = Von Martin Kessler





Der Schock des Trump-Ausstiegs aus dem Pariser
Klimaabkommen sitzt noch tief. Trotzdem gehen die anderen UN-Staaten
der Erde – nur Syrien ist ebenfalls nicht dabei – wieder zur Arbeit
über. Sie wollen die Ziele von Paris retten – und damit den Planeten.
Tatsächlich stehen die Chancen gar nicht so schlecht. Die anderen
großen Klimasünder, die Industriestaaten des Westens und
Schwellenländer wie China und Indien, haben sich vertraglich
gebunden, den CO2-Ausstoß zu vermindern. Im Falle Deutschlands sollen
die Kohlendioxid-Emissionen bis 2020 sogar um 40 Prozent gegenüber
1990 sinken. Das sind starke Vorgaben, auch wenn sie ausgerechnet der
Bonner Gastgeber wohl verfehlen wird. Das ist zwar unschön. Aber dass
sich 195 Staaten auf ein gemeinsames Ziel verpflichtet haben und das
jetzt von UN-Institutionen überprüfen lassen wollen, ist eine
diplomatische Meisterleistung. Die nächsten Schritte müssen jetzt in
Bonn vereinbart werden. Denn die Lage ist kritisch, die Folgen der
Klimaveränderungen – Stürme, Dürren oder Gletscherschmelzen – sind
schon jetzt spürbar. Die Welt muss zeigen, dass sie auch ohne die
US-Regierung die Klima-Herausforderung bestehen kann.

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Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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Erstellt von an 6 Nov 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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