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Rheinische Post: Putins kaltes Kalkül Kommentar Von Martin Bewerunge





Ein mehr als brüchiges
Waffenstillstand-Abkommen für die Ost-Ukraine, eine mit der
explosiven Lage heillos überforderte Regierung in Kiew und tiefe
Ratlosigkeit im Westen ergeben eine Melange, die nur einem wirklich
gefallen kann: Wladimir Putin. Die Zeit spielt für den russischen
Präsidenten. Er muss nur abwarten, bis der Konflikt im Ostteil des
ungeliebten Nachbarlandes eskaliert. Dann dürfte er auch vor einem
militärischen Eingreifen nicht zurückschrecken und das harte Vorgehen
damit begründen, Leib und Leben der Moskau-Treuen schützen zu wollen.
Wer noch daran gezweifelt hat, dass es so kommen könnte, ist seit dem
Wochenende klüger. Erstmals hat der Kreml zugegeben, dass Russland
seine Truppen an der Grenze zur Ukraine verstärkt hat. Eine
Bestätigung, die so achselzuckend daherkommt wie Putins
Eingeständnis, „natürlich“ hätten russische Spezialkräfte auch schon
auf der Krim mitgemischt. Spätestens jetzt muss der Westen mit Blick
auf weitere Friedensbemühungen zur Kenntnis nehmen, mit wem er es zu
tun hat. Leichter wird es nicht.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Kurz-URL: https://www.88news.de/?p=1049083

Erstellt von an 21 Apr 2014. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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