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Schwäbische Zeitung: Nur die echten Sünder büßen – Kommentar





Die Aufregung um die Reform der Flensburger
Punktekartei ist groß. Der Führerschein sei früher weg,
Aufbauseminare würden teurer und vor allem Vielfahrer durch den Umbau
der Sünderkartei besonders hart getroffen – soweit die Befürchtungen.
Doch die sind übertrieben. Erstens betrifft die Punkteregelung nur
noch die „echten“ Sünder. Falschparker, Fahrer ohne Plakette in
Umweltzonen oder gar ohne Zulassung bekommen zwar höhere Bußgelder
aufgebrummt, aber keine Punkte mehr. Dagegen sind es Drängler, Raser
und Rote-Ampeln-Überfahrer, die nach acht statt bisher 18 Punkten den
Lappen abgeben müssen. Zweitens bleibt für den klassischen
Einmal-Sünder die Möglichkeit erhalten, den Punktestand quasi durch
Nachsitzen in Seminaren zu korrigieren. Insofern sollte die Reform
den Autofahrern also eher Ängste nehmen als Angst machen. Denn wenn
ein Vielfahrer künftig viele Punkte sammelt, dann wird das an einem
zumindest streitbaren Fahrstil liegen. Und so einer geht besser
früher als später zu Fuß. Wer anständig fährt, wird auch in Zukunft
null Punkte auf dem Konto haben.

Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de

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Erstellt von an 23 Apr 2014. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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