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TÜV NORD-Statistik: Erneut weniger Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln bei der Hauptuntersuchung





Erfreuliches Ergebnis bei der Hauptuntersuchung:
Auch in diesem Jahr ist die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen
Mängeln in der TÜV NORD-Statistik wieder leicht gesunken. Und zwar
von 24,7 auf 22,9 Prozent aller geprüften Autos. Allerdings heißt das
auch, dass immer noch mehr als jedes fünfte Auto so schwerwiegende
Mängel hat, dass es erst repariert werden muss, ehe die TÜV-Plakette
angebracht werden kann. Und: Die Zahl der Fahrzeuge ganz ohne Mängel
ist im Gegensatz zum Jahr zuvor wieder gestiegen: von 61,9 auf 64,3
Prozent. Zusammen mit den 12,8 Prozent der Fahrzeuge, bei denen
geringe Mängel gefunden wurden, erhalten somit insgesamt mehr als
drei Viertel aller Autos (77,1 Prozent) bereits beim ersten Anlauf
vom TÜV-Sachverständigen ihre Plakette. Die Zahl der
verkehrsunsicheren Fahrzeuge, die sofort stillgelegt werden müssen,
liegt mit 0,05 Prozent weiterhin auf erfreulich niedrigem Niveau. Das
ist das Ergebnis der statistischen Aufarbeitung aller
Hauptuntersuchungen (HU), die an den mehr als 200 TÜV-STATIONEN und
in über 10.000 TÜV NORD-Partnerwerkstätten von Mitte 2015 bis Mitte
2016 durchgeführt worden sind.

Schon zum dritten Mal in Folge hat sich damit die Zahl der
Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln verringert – ein neuer, ein
positiver Trend.

Hartmut Abeln, TÜV NORD-Geschäftsführer, sagt: „Wir freuen uns
über diese Entwicklung der Mängelquoten. Schließlich bauen die
Hersteller gute Autos und legen Wert auch auf die Langzeitqualität.
Zudem verstärken die Autohäuser und Werkstätten ihre Anstrengungen in
Sachen Qualitätssteigerung. Die Autofahrer wiederum kümmern sich in
Zeiten guter Wirtschaftslage mehr um Wartung und Pflege ihrer
Fahrzeuge und nehmen fällige Termine zur Inspektion und
Instandhaltung wahr. Die Auslastung der Inspektionstermine in den
Werkstätten ist ein Indiz dafür. Besonders freuen würde es uns auch,
wenn der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrantritt zur Regel
wird.“

Dass die Beleuchtungsanlage nämlich mitunter stiefmütterlich
behandelt wird, zeigt auch die Verteilung der Mängelgruppen. Hier
liegt „Licht, Elektrik“ in der Statistik wieder weit vorne. Und das,
obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in
der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Allerdings ist die
Quote der erheblichen Mängel in diesem Bereich zurückgegangen. Daran
haben auch die Hersteller mit der Entwicklung von zuverlässiger und
langlebiger Technik (z. B. LED) ihren Anteil. Die alljährliche
Beleuchtungsaktion, die jeweils im Oktober unter anderem vom
Kfz-Gewerbe und dem TÜV durchgeführt wird, dient auch dem Ziel,
Beleuchtungsmängel an Fahrzeugen gerade vor der dunklen Jahreszeit
abzustellen.

Insgesamt ergibt sich in der TÜV-Statistik als Reihenfolge für die
am häufigsten auftretenden Mängelgruppen „Licht, Elektrik“,
„Umweltbelastung“ und „Bremse“.

Je älter die Fahrzeuge bei ihrem TÜV-Termin sind, desto höher ist
die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen.
Die aktuellen TÜV NORD-Zahlen: Bei der ersten HU im Alter von drei
Jahren finden sich bei 6,6 Prozent der Autos erhebliche Mängel. Im
Alter von fünf Jahren sind es schon 11,8 Prozent und so geht es
weiter bis zu den Elfjährigen, von denen 31,9 Prozent zur Reparatur
in die Werkstatt müssen.

Die durchschnittliche Laufleistung, die neben dem Alter auch als
Grund für den Verschleiß und somit für Mängel anzusehen ist, liegt
jetzt bei den Dreijährigen bei 50.440 Kilometern und bei den
Elfjährigen bei 135.963 Kilometern auf dem Tacho.

Wichtig: Wer noch mit einer braunen TÜV-Plakette für 2016
unterwegs ist, sollte sich bald einen Termin bei seinem TÜV geben
lassen. Mit dem bevorstehenden Jahreswechsel ändert sich die Farbe
der ““fälligen““ Plaketten von Braun auf Rosa und so ist zum Beispiel
für die Polizei schon farblich erkennbar, dass der TÜV-Termin
überzogen wurde. Dann ist nach mehr als zwei Monaten ein
Verwarnungsgeld fällig und ab dem 8. Monat kommt noch ein Punkt in
Flensburg hinzu.

Als die besten Autos mit den geringsten Mängeln im TÜV-Report 2017
werden der Mercedes Benz GLK und der Porsche 911 gelistet.

Den TÜV-Report, der typspezifische Fahrzeugmängel dezidiert
auflistet und damit zu einem wichtigen Ratgeber beim
Gebrauchtwagenkauf wird, gibt es an jeder TÜV-STATION und im
Zeitschriftenhandel. Er kostet 4,50 EUR.

Über die TÜV NORD GROUP

Die TÜV NORD GROUP ist mit über 10.000 Mitarbeitern einer der
größten technischen Dienstleister. Mit ihrer Beratungs-, Service- und
Prüfkompetenz ist sie weltweit in 70 Ländern aktiv. Zu den
Geschäftsbereichen gehören Industrie Service, Mobilität, IT und
Bildung. Mit Dienstleistungen in den Bereichen Rohstoffe und
Aerospace hat der Konzern ein Alleinstellungsmerkmal in der gesamten
Branche. Leitmotiv: „Excellence for your business.“
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Erstellt von an 2 Nov 2016. geschrieben in Auto/Verkehr. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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