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TÜV NORD-Statistik: Quote der Fahrzeuge mit Mängeln beim TÜV-Check sinkt erneut





Erfreuliches Ergebnis bei der Hauptuntersuchung:
Schon zum vierten Mal in Folge ist die Zahl der Fahrzeuge mit
erheblichen Mängeln in der TÜV NORD-Statistik gesunken. Und zwar von
22,9 auf 22,2 Prozent aller geprüften Autos.

Die Zahlen belegen damit aber auch, dass immer noch mehr als jedes
fünfte Auto so schwerwiegende Mängel hat, dass es erst repariert
werden muss, ehe die TÜV-Plakette angebracht werden kann. Und: Die
Zahl der Fahrzeuge ganz ohne Mängel ist im Gegensatz zum Jahr zuvor
auch wieder gestiegen: von 64,3 auf 65,4 Prozent. Zusammen mit den
12,4 Prozent der Fahrzeuge, bei denen geringe Mängel gefunden wurden,
erhalten somit insgesamt mehr als drei Viertel aller Autos (77,8
Prozent) bereits beim ersten Anlauf vom TÜV-Sachverständigen ihre
Plakette. Die Zahl der verkehrsunsicheren Fahrzeuge, die sofort
stillgelegt werden müssen, liegt mit 0,05 Prozent weiterhin auf
erfreulich niedrigem Niveau. Das ist das Ergebnis der statistischen
Aufarbeitung aller Hauptuntersuchungen (HU), die an den mehr als 200
TÜV-STATIONEN und in über 10.000 TÜV NORD-Partnerwerkstätten von
Mitte 2016 bis Mitte 2017 durchgeführt worden sind.

Der insgesamt positive Trend ist in den Augen der
TÜV-Sachverständigen Beleg für die Wirksamkeit der unabhängigen und
neutralen Hauptuntersuchung, die in der Regel alle zwei Jahre fällig
ist und Fahrzeuge mit Mängeln in die Reparaturbetriebe schickt.
Dadurch werden die Autofahrer angehalten, in einen guten technischen
Zustand ihres Fahrzeugs zu investieren – zum Nutzen für die
Sicherheit auf unseren Straßen.

Hartmut Abeln, TÜV NORD-Geschäftsführer, sagt: „Wir freuen uns
über diese Entwicklung der Mängelquoten. Die Hersteller bauen
schließlich gute Autos und legen auch Wert auf die Langzeitqualität.
Zudem verstärken die Autohäuser und Werkstätten ihre Anstrengungen in
Sachen Qualitätssteigerung. Die Autofahrer wiederum kümmern sich in
Zeiten guter Wirtschaftslage mehr um Wartung und Pflege ihrer
Fahrzeuge und nehmen fällige Termine zur Inspektion und
Instandhaltung wahr. Wer sein Auto regelmäßig zu den empfohlenen
Inspektionsterminen in einer guten Fachwerkstatt warten lässt, hat
bei der Hauptuntersuchung weniger Mängel an seinem Fahrzeug und
überdies mehr Freude an sicherer individueller Mobilität. Besonders
freuen würde es uns aber auch, wenn der kurze Check der
Beleuchtungsanlage vor Fahrantritt zur Regel wird.“

Dass die Beleuchtungsanlage nämlich mitunter stiefmütterlich
behandelt wird, zeigt auch die Verteilung der Mängelgruppen. Hier
liegt „Licht, Elektrik“ in der Statistik wieder weit vorne. Und das,
obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in
der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Allerdings ist die
Quote der erheblichen Mängel in diesem Bereich erneut gesunken. Daran
haben auch die Hersteller mit der Entwicklung von zuverlässiger und
langlebiger Technik (z. B. LED) sicher ihren Anteil. Die alljährliche
Beleuchtungsaktion, die jeweils im Oktober unter anderem vom
Kfz-Gewerbe und dem TÜV durchgeführt wird, dient auch dem Ziel,
Beleuchtungsmängel an Fahrzeugen gerade vor der dunklen Jahreszeit
abzustellen.

Insgesamt ergibt sich in der TÜV-Statistik als Reihenfolge für die
am häufigsten auftretenden Mängelgruppen „Licht, Elektrik“,
„Umweltbelastung“, „Achsen, Räder, Reifen“ und „Bremse“.

Je älter die Fahrzeuge bei ihrem TÜV-Termin sind, desto höher ist
die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen.
Die aktuellen TÜV NORD-Zahlen belegen: Bei der ersten HU im Alter von
drei Jahren finden sich bei 5,8 Prozent der Autos erhebliche Mängel.
Im Alter von fünf Jahren sind es schon 11,1 Prozent und so geht es
weiter bis zu den Elfjährigen, von denen 30,1 Prozent zur Reparatur
in die Werkstatt müssen.

Die durchschnittliche Laufleistung, die neben dem Alter auch als
Grund für den Verschleiß und somit für Mängel anzusehen ist, liegt
jetzt bei den Dreijährigen bei 50.123 Kilometern und bei den
Elfjährigen bei 136.130 Kilometern auf dem Tacho.

Wichtig: Wer noch mit einer rosafarbenen Plakette für 2017
unterwegs ist, sollte sich bald einen Termin bei seinem TÜV geben
lassen. Mit dem bevorstehenden Jahreswechsel ändert sich die Farbe
der ““fälligen““ Plaketten von Rosa auf Grün und so ist zum Beispiel
für Ordnungshüter schon farblich erkennbar, dass der TÜV-Termin
überzogen wurde. Dann ist nach mehr als zwei Monaten ein
Verwarnungsgeld fällig und ab dem 8. Monat kommt noch ein Punkt in
Flensburg hinzu.

Als das Auto mit den geringsten Mängeln im gesamten TÜV-Report
2018 wird der Mercedes SLK gelistet. In den einzelnen Fahrzeugklassen
belegen folgende Fahrzeuge die Siegerplätze: Mini: Opel Adam,
Kleinwagen: Mazda 2, Kompaktklasse: Mercedes A-Klasse, Mittelklasse:
Volvo V40, Van: Golf Sportsvan und SUV: Mercedes GLK.

Den TÜV-Report, der typspezifische Fahrzeugmängel dezidiert
auflistet und damit zu einem wichtigen Ratgeber beim
Gebrauchtwagenkauf wird, gibt es an jeder TÜV-STATION und im
Zeitschriftenhandel. Er kostet 4,90 EUR.

Pressekontakt:
Rainer Camen
0201 825 2331
rcamen@tuev-nord.de

Original-Content von: TÜV NORD GROUP, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: https://www.88news.de/?p=1548878

Erstellt von an 8 Nov 2017. geschrieben in Auto/Verkehr. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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