Home » Auto/Verkehr » TÜV-Report 2017: weniger Mängel, mehr Sicherheit / Mängelquoten rückläufig / Erfolg für deutsche Hersteller

TÜV-Report 2017: weniger Mängel, mehr Sicherheit / Mängelquoten rückläufig / Erfolg für deutsche Hersteller





Weniger Mängel beim TÜV als im Vorjahr und ein
gutes Zeugnis für deutsche Autobauer sind wichtige Ergebnisse des
AutoBild TÜV-Reports 2017, der in Berlin der Öffentlichkeit
vorgestellt wurde. Fast 9 Millionen der gesetzlich vorgeschriebenen
Hauptuntersuchungen wertete der Verband der TÜV e.V. (VdTÜV) für den
größten deutschen Gebrauchtwagenratgeber aus.

Die gute Nachricht lautet: Es sind weniger Fahrzeuge mit Mängeln
unterwegs. Die Quote der Pkw mit erheblichen Mängeln ist wieder unter
die 20-Prozent-Marke gesunken. Insgesamt fielen demnach 19,7 % der
geprüften Fahrzeuge beim TÜV durch und mussten in die Werkstatt,
bevor eine Plakette erteilt wurde. Im Vorjahr waren es noch 22,6 %.
Auch stieg der Anteil der Fahrzeuge, die die Hauptuntersuchung ohne
jede Beanstandung meisterten, auf 66,7 % an – im TÜV-Report 2016
waren es noch 63,7 %.

Dennoch zeigen sich im TÜV-Report 2017 auch Schattenseiten.
Bereits in der jüngsten Altersgruppe sind bei einigen Modellen die
Quoten der erheblichen Mängel sehr hoch. Bei den zwei- bis
dreijährigen Fahrzeugen reicht sie bis zu 11,5 %. Entsprechend
schlechter sieht es bei den älteren Pkw aus: In der Altersgruppe der
zehn-bis elfjährigen Pkw fallen bei einzelnen Modellen bis zu 42 %
bei der HU durch. Insgesamt liegt die durchschnittliche Quote
erheblicher Mängel nach zehn Jahren bei 27,1 %. In Anbetracht eines
durchschnittlichen Fahrzeugalters von 9,2 Jahren zeigen diese
Ergebnisse, dass technische Sicherheit auf den Straßen ein wichtiges
gesellschaftliches Thema ist, zumal über ein Drittel des Bestandes
älter als 10 Jahre ist.

Der TÜV-Report beschreibt für jedes Fahrzeugmodell die Kategorien
Fahrwerk, Licht, Bremsen und Umwelt, sodass beim Gebrauchtwagenkauf
auf typische Problembereiche geachtet werden kann. So sind etwa
Mängel an den Bremsanlagen oder auch beim Motormanagement bei
einzelnen Modellen keine Seltenheit. Durchgängig durch alle
Altersklassen und Hersteller stellte der TÜV besonders häufig Mängel
an der Beleuchtung fest. „Erfreulich ist aber, dass die
Beleuchtungsmängel zurückgegangen sind“, erläutert Dr. Klaus
Brüggemann, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VdTÜV e.V. „Ein
verstärkter Einsatz von LED-Technologien und eine höhere Sorgfalt bei
der Wartung könnten dazu führen, dass dieser positive Trend weiter
anhält.“

„Mit der unabhängigen und neutralen Hauptuntersuchung hat der
Gesetzgeber vor 65 Jahren einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit
auf unseren Straßen geschaffen“, so Dr. Brüggemann. „Davon
profitieren die Autofahrer, die dazu angehalten werden, in einen
guten technischen Zustand ihres Fahrzeugs zu investieren.“ Darüber
hinaus erhalten die Hersteller durch die Ergebnisse der
Hauptuntersuchungen gezielte Hinweise für eine kontinuierliche
Qualitätsverbesserung ihrer Flotten.

Auf den Zustand eines Fahrzeugs wirken viele Einflussfaktoren. Die
Fertigungsqualität und die Auslegung des Fahrzeuges spielen ebenso
eine Rolle wie das Nutzungs- und Wartungsverhalten der Autobesitzer.
Eine wichtige Bedeutung haben auch die Werkstätten: „Wer sein Auto
regelmäßig und zu den empfohlenen Inspektionsterminen in einer guten
Fachwerkstatt warten lässt, hat auch bei der HU weniger Mängel an
seinem Fahrzeug“, so Dr. Brüggemann.

Besonders erfreulich ist das Ergebnis für die deutschen Hersteller
Mercedes, Porsche, Opel und Audi, die die ersten zehn Plätze der
zwei- bis dreijährigen Fahrzeuge belegen. Sieger sind der Mercedes
GLK und der Porsche 911 Carrera, beide mit einer Quote von 2,1 %
erheblicher Mängel. Mit dem Mazda 2 ist ein japanisches
Fahrzeugmodell auf den ersten zehn Rängen. Zudem hat er in der
Kategorie der Kleinwagen die wenigsten erheblichen Mängel. In der
Kompaktklasse liegt der Mercedes A-Klasse an der Spitze, in der
Mittelklasse hat die Mercedes C-Klasse die wenigsten Mängel. Auch bei
den Vans und SUV führt Mercedes mit der B-Klasse bzw. dem Mercedes
GLK.

Der TÜV-Report ist Deutschlands meist verkaufter
Gebrauchtwagenratgeber. Er erscheint mit einer Auflage von über
300.000 Exemplaren in Kooperation mit AutoBild. „Verbraucher finden
im AutoBild TÜV-Report vor allem eines: seriöse und unabhängige
Informationen“, erläutert Chefredakteur Hartmut Müller-Gerbes. „Die
Marke TÜV steht dabei wie keine andere für Neutralität und
Kompetenz.“ Seit 1971 wertet der TÜV-Report die Hauptuntersuchungen
nach strengen statistischen Kriterien aus, unabhängig von Einflüssen
wie Prestige, Preis oder Herkunft der Fahrzeuge. „Wir haben einen
unverstellten Blick auf die Sicherheit und Langlebigkeit der Autos,
die zur Hauptuntersuchung kommen“, so Müller-Gerbes.

Der AutoBild TÜV-Report ist ab 04.11.2016 zum Preis von 4,50 EURO
im Zeitschriftenhandel und an den TÜV-Stationen erhältlich.
Herausgeber ist der Verband der TÜV e. V., gemeinsam mit dem TÜV
Hessen, TÜV NORD, TÜV Rheinland, TÜV SÜD und TÜV Thüringen.

Pressekontakt:
Johannes Näumann
VdTÜV Verband der TÜV e.V.
Leiter Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit / Pressesprecher
T.: +49 30 760095-320
johannes.naeumann@vdtuev.de
www.vdtuev.de
https://twitter.com/vdtuev_news

Original-Content von: VdT?V Verband der T?V e.V., übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: https://www.88news.de/?p=1419374

Erstellt von an 2 Nov 2016. geschrieben in Auto/Verkehr. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

Ihre Meinung dazu

LifeStyle TV

Sponsored

Weitere News gibt es auf Zeilengeist.de

Archiv

Facebook

© 2017 88news. All Rights Reserved. Anmelden - Copyright by LayerMedia


Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de