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Über den Tellerrand schauen: Internationalisierung als Gewinn für die Hochschulen in Kaiserslautern





„Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen“ – schon Goethe wusste um die Bedeutung des Kennenlernens fremder Kulturen. Da gerade im Bereich Bildung der internationale Austausch grundlegend ist, werden nicht nur hierzulande große Anstrengungen unternommen, die Internationalisierung an den Hochschulen, aber auch im Ausbildungsbereich zu fördern. Unter Erasmus+ sind die neuen EU-Bildungsprogramme zusammengefasst, die am 1. Januar in Kraft getreten sind und die Ziele der Strategie Europa 2020 unterstützen sollen. Sie fassen die bisherigen Einzelprogramme für Bildung, Jugend und Sport in einer neuen vereinfachten Programmstruktur zusammen. Damit sind die Hochschulen noch stärker als bisher aufgerufen, die internationale Mobilität von Studierenden und Lehrenden sowie den wissenschaftlichen Austausch voranzutreiben.
Die internationale Ausrichtung der beiden Hochschulen in Kaiserslautern zeigt sich schon bei den Studierenden. 2.041 ausländische Studierende sind zurzeit an der TU eingeschrieben; das sind 14,4 Prozent der Gesamtstudierendenzahl. An über 220 Partneruniversitäten weltweit können Studierende und Wissenschaftler der TU Kaiserslautern studieren und forschen – und die Tendenz ist seit Jahren steigend. 106 Studierende wählten im Wintersemester 2013/14 eine ausländische Partneruniversität für ein Auslandssemester.
„Internationalität ist wichtig und bedeutsam für die Wissenschaft“, so TU-Präsident Prof. Dr. Helmut J. Schmidt mit Verweis auf viele erfolgreiche internationale Lehr- und Forschungsprojekte an der TU. Zudem ist die TU Mitglied im Universitätsverbund Universität der Großregion (UniGR), dem neben der TU Kaiserslautern auch die Universitäten Lothringen, Lüttich, Luxemburg, des Saarlandes und Trier angehören. Ziele der UniGR sind u.a. die Erhöhung der Mobilität von Studierenden und Forschern sowie die gegenseitige Anerkennung von Studienabschlüssen und die Initiierung von gemeinsamen Forschungsprojekten.
Aber auch die Fachhochschule zeigt sich mit einem Anteil von rund 11 Prozent ausländischer Studierender aus rund 80 Nationen und über 100 Partnerhochschulen weltoffen. Professor Albert Meij, Leiter des Akademischen Auslandsamtes der FH ist selbst gerade von einem Forschungssemester in Japan zurückgekehrt. Er empfindet ein Auslandssemester als „unglaubliche Bereicherung“, von dem man „rundum erneuert“ zurückkomme. Dabei sei nicht nur das Lernen von anderen Kulturen ein Gewinn, sondern auch die Herausforderung, unter völlig anderen Bedingungen effektiv arbeiten zu müssen. Die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen ist aber auch an der eigenen Hochschule möglich: „Internationalization at Home“ ist hier ein Stichwort, das an Bedeutung gewinnt. An der Fachhochschule werden interkulturelle und internationale Kompetenzen in Veranstaltungen des Programms „Förderung der sprachlichen und interkulturellen Kompetenz“ erworben.
Das im Fachbereich Informatik der TU angesiedelte Internationale Graduiertenkolleg 1131 arbeitet eng mit den amerikanischen Partneruniversitäten University of California, Davis, der Arizona State University, Tempe, und der University of Utah, Salt Lake City zusammen. Ein Agreement of Cooperation besteht mit der University of California, Davis. Renommierte Wissenschaftler/innen des Fachbereichs Biologie der TU Kaiserslautern, der medizinischen und biowissenschaftlichen Fakultäten der Universität des Saarlandes und der Fakultät für Medizin/Zahnmedizin der Universität Alberta in Kanada untersuchen im Internationalen Graduiertenkolleg 1830 Membranproteine, deren Fehlfunktionen im Zusammenhang mit schwerwiegenden Erkrankungen des Menschen stehen.
Ebenso gibt es an der FH viele Beispiele für einen fruchtbaren internationalen Austausch in der Forschung. Entsprechende Förderprogramme sind dabei hilfreich. An der FH werden z.B. mit EU-Unterstützung in der Großregion SaarLorLux Kontakte zu Hochschulen und Wirtschaftsförderern im benachbarten Frankreich, Belgien und Luxemburg etabliert. Im Rahmen von EU Projekten arbeiten Forscher der FH auf dem Gebiet der Mikro- und Nanotechnik mit Wissenschaftlern aus England, Italien, Irland, Portugal, Schweiz, Slowakien, Japan und China zusammen und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) finanziert wissenschaftliche Austauschprojekte in der Arbeitsgruppe Biomedizinische Messtechnik mit Hongkong und im Bereich Biotechnologie mit Serbien.
„Über den eigenen Tellerrand zu schauen, von anderen Kulturen zu lernen, ist immer ein Gewinn. Hochschule, Wissenschaft und Forschung sind nur international denkbar!“, ist FH Präsident Prof. Dr. Konrad Wolf überzeugt, „gerade in Bildung und Forschung bringt uns die Internationalisierung enorm voran.“

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Erstellt von an 29 Apr 2014. geschrieben in Bildung/Job. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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