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WAZ: Das Leid der Opfer ist nur zu erahnen – Kommentar von Stefan Wette zum Bottroper Apothekerprozess





Wer will das Leid ermessen? Wer kann wirklich
nachvollziehen, wie Menschen sich fühlen, denen ein lebenswichtiges
Medikament heimtückisch vorenthalten worden sein soll? Oder die einen
nahen Angehörigen verloren haben, weil möglicherweise ein Apotheker
aus Geldgier mit Medikamenten gepanscht hat?

Das Leid lässt sich erahnen, und so genießen die vielen
Betroffenen unser Verständnis, wenn sie im Fall des Bottroper
Apothekers über einen Anwalt eine Mordanklage fordern. Aber wollen
wir wirklich in einem Staat leben, in dem die Opfer Recht sprechen
und Urteile fällen?

Es ist ja möglich, dass Volkes Stimme Recht hat, wenn es bei
gepanschten Krebsmedikamenten an Mord denkt. Aber genau diese Frage
haben Staatsanwaltschaft und Gericht lange geprüft. Sie sind zu einem
anderen Ergebnis gekommen. Damit muss man vorerst leben. Übrigens
auch, wenn er aus Rechtsgründen freigesprochen werden sollte. Und
Opferanwalt Siegmund Benecken ist eigentlich ein prominenter
Strafverteidiger, der schon viele Täter vor harten Strafen bewahrt
hat. Da war ihm die Perspektive des Opfers nicht so wichtig.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 13 Nov 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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