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WAZ: Hilflos im Umgang mit Ditib – Kommentar von Tobias Blasius zu Razzia bei Ditib-Imamen





Der türkisch-islamische Dachverband Ditib war
jahrelang der wichtigste und verlässlichste Ansprechpartner des
Landes für die Belange der rund 1,5 Millionen Muslime in NRW. Er
verfügt über die größte Wirkungsmacht in die Moscheegemeinden hinein
und befand sich dank der staatlichen türkischen Religionsbehörde
finanziell nie in der Rolle eines Bittstellers. Beim Aufbau des für
viele Migranten-Familien wichtigen islamischen Religionsunterrichts
in NRW-Schulen spielte er eine konstruktive Rolle.

Kein Wunder also, dass sich die Landesregierung schwer damit tut,
ihr Verhältnis zur Ditib neu zu bestimmen. Die Erdogan-Zeitenwende,
die Verfolgung von vermeintlichen Gülen-Anhängern an Rhein und Ruhr,
die Agenten-Ermittlungen gegen spitzelnde Imame – all das erfordert
jedoch ein vollständiges Umdenken.

Bislang vermisst man leider ein durchdachtes Konzept, wie es mit
der Ditib als Partner der Politik und dem institutionalisierten Islam
in NRW grundsätzlich weitergehen könnte. Die von Integrationsminister
Schmeltzer neuerdings kraftvoll geforderte sofortige Loslösung der
Ditib von Ankara wirkt so unrealistisch wie hilflos.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 15 Feb 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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