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Weltpremiere Blauvergleich: Künstler vergleichen Acrylfarben





Die Idee: Künstler vergleichen Künstlerfarben.

Blau ist nicht gleich blau, davon sind die Dozenten des Kreativreise-Veranstalters artistravel ebenso überzeugt, wie das Team des ältesten Künstlerfarbenherstellers in Deutschland, der Firma SCHMINCKE aus Erkrath. Beide Firmen wissen aber auch, dass Maler verschiedene Marken direkt miteinander vergleichen müssen, um die großen Unterschiede zwischen einzelnen Produkt- und Herstellermarken bei ein und demselben Farbton nachvollziehen zu können.

Deshalb veranstalten artistravel und SCHMINCKE den Blauvergleich. 60 Maler sollen vom 23.4.2014 bis zum 23.5.2014 die Gelegenheit bekommen, die Probe aufs Exempel zu machen und den gleichen Farbton von zwei verschiedenen Herstellern zu vergleichen. 60 kostenlose Proben des Farbtons SCHMINCKE PRIMAcryl® Ultramarin warten bei artistravel auf 60 Künstler, die ‚ihren’ Acryl-Farbton Ultramarin mit dem SCHMINCKE Produkt vergleichen wollen. Die Teilnahme am Test ist nicht an den Kauf eines SCHMINCKE Produktes gebunden. Es können auch Ultramarinfarbtöne anderer Hersteller miteinander verglichen werden. Wichtig nur: Es muss der gleiche Farbton sein.

Große Unterschiede in der Qualität von Künstlerfarben:
Bei der Qualität einer Künstlerfarbe spielen Faktoren wie die Vermalbarkeit ebenso eine Rolle, wie die Veränderung des Tons nach der Trocknung. Wenn ein Bild plötzlich stumpf und fahl wirkt, nachdem die Farbe trocken ist, führt das natürlich zu Frustrationen beim Künstler. Der Fachmann spricht von Farbverschiebung. Nach der Trocknung sollte die Farbe möglichst Ihren Ton behalten und gleichzeitig so wasserfest und lichtecht wie möglich sein. Dabei spielt die hohe Dichte der (oft teuren) Farbpigmente eine wichtige Rolle.

Farbherstellung ist eine Wissenschaft für sich. Es gibt Qualitätsunterschiede, die auch für Freizeit- und Hobbymaler bedeutend sein können. Mit der richtigen Farbe gemalt und natürlich abhängig vom Können des Künstlers leuchtet ein Himmel plötzlich und Wasser wirkt tief und flüssig und nicht flach und trocken.

Wie funktioniert der Vergleich?
Künstler und Hobbymaler, die teilnehmen wollen, finden auf der Webseite www.artistravel.de/blauvergleich alle Informationen. Tester können sich online anmelden. Auf die ersten 60 Anmeldungen wartet je eine kostenlose 35ml Tube des SCHMINCKE PRIMAcryl® Farbtons Ultramarinblau, den Tester mit dem Ultramarinblau eines anderen Herstellers vergleichen sollen. Unter den Teilnehmern, die bereit sind, ihre Ergebnisse mit ein paar Zeilen zu beschreiben und an artistravel (info@artistravel) oder SCHMINCKE (kleine@schmincke.de) zu senden, werden tolle Prämien verlost:

Eine exklusive Werksführung für 6 Gewinner durch die Künstlerfarben-Herstellung der Firma SCHMINCKE bei Düsseldorf

– Ein SCHMINCKE PRIMAcryl® Künstlerfarben-Set im dunklen Holzkasten im Wert von über 100,00 EUR

– Drei Gutscheine für Kurse und Malreisen in Deutschland im Wert von je 50,- EUR

– Drei Probeabos der Zeitschrift ‚Mein Kreativatelier’ im Wert von je 30,- EUR

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Barauszahlung ist ausgeschlossen, ausführliche Teilnahmebedingungen unter

Edler geht es kaum: Der Farbton Ultramarin
Bis ins 19. Jahrhunderts hinein war Ultramarinblau ein ausgesprochenes Luxusprodukt, da es auf umständlichem Weg nach alten Rezepturen aus dem Halbedelstein Lapislazuli gewonnen wurde. Dieses Verfahren hat 1271 schon Marco Polo beschrieben. Echtes Ultramarin (Azzurum ultramarinum = das Blau von jenseits des Meeres) ist auch heute noch so kostbar wie Gold.
Künstler waren damals auf das exklusive Pigment angewiesen, denn nur Ultramarin konnte die Rotstichigkeit von billigeren Ersatzpigmenten wie Blaukraut oder Heidelbeere vermeiden. Außerdem war der Ton deutlich lichtechter als Blaupigmente aus Indigo. Für Ultramarin gab es keinen Ersatz und der kostbare Farbstoff wurde von Malern gerne für die Darstellung wichtiger und herausragender Persönlichkeiten eingesetzt. So war es eine Zeit lang üblich, Marias Kleidung in satten, leuchtenden Ultramarintönen zu halten, und weil dem gerade 25-jährigen Michelangelo für seine ‚Grablegung’ der Farbstoff Ultramarin ausging, wurde Marias Mantel nie fertig gestellt…
Seit 1829 werden Ultramarinpigmente synthetisch durch Brennen von Kaolin, Quarz, Soda, Glaubersalz und Schwefel und Kohlenstoff als Reduktionsmittel gewonnen. Die chemische Formel ist identisch mit der des natürlichen Ultramarins. Bedingt durch Dauer und Temperatur des Brennvorganges können unterschiedliche Nuancen erzielt werden.
Ultramarinblau zählt zu den beständigsten Pigmenten, die wir kennen. Es ist in Wasser, Ölen und Lösungsmitteln unlöslich.
Künstler können Ultramarinblau als reine Lasurfarbe verwenden oder mit deckendem Charakter als Mischung mit Weiß.

Kurz-URL: https://www.88news.de/?p=1048999

Erstellt von an 20 Apr 2014. geschrieben in Kultur. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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