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Weltpremiere mit dem SWR Sinfonieorchester Wiederentdecktes Bratschenkonzert wird erstmals in Koblenz aufgeführt





Drei Bratschenkonzerte des
Mozart-Zeitgenossen Friedrich Willhelm Heinrich Benda, die über 200
Jahre in den Archiven der Staatsbibliothek zu Berlin, Preussischer
Kulturbesitz lagen, wurden nun wiederentdeckt. Der aufsehenerregende
Fund gelang dem kanadischen Bratschisten Jean-Eric Soucy, der seit 23
Jahren in Europa lebt. Auf der Suche nach dem Manuskript des
ursprünglich Georg Benda zugeschriebenen Bratschenkonzertes in F-Dur
wies er bei seinen Recherchen nach, dass dieses Konzert dessen Neffen
F.W.H. Benda zuzuschreiben ist und entdeckte dabei zwei weitere
bedeutende Bratschenkonzerte dieses Komponisten.

Das dritte Bratschenkonzert in Es-Dur hat nun seine Weltpremiere
mit Jean-Eric Soucy und dem SWR Sinfonieorchester
Baden-Baden-Freiburg und Jonathan Cohen als Dirigent. Bei zwei
Konzerten in Koblenz (Rhein-Mosel-Halle) am 20. Februar und in
Wiesloch (Palatin) am 21. Februar wird das Werk gemeinsam mit dem
F-Dur-Bratschenkonzert von Benda und Werken von Mozart und Haydn
aufgeführt und später in SWR 2 gesendet. Jean-Eric Soucy ist
Solobratscher des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg
seit 1992. Er trat auf bei den bedeutenden europäischen
Musikfestivals, in Nordafrika, Brasilien, Asien and Australien, wo er
regelmäßig als Solist und Kammermusiker eingeladen wird. Aufnahmen
mit Werken von Bartók, Stamitz, J.S Bach, Mozart, Britten, Berlioz,
Vaughan Williams und anderen liegen vor.

Jean-Eric Soucy zu den Werken: „Diese Entdeckung ist ein
herausragendes Ereignis für den Bereich der klassischen Musik und
auch eine wichtige Ergänzung des Bratschen-Repertoires. Es gibt nur
wenige Konzerte der klassischen Epoche, die eine so interessante Form
und Kompositionsstil vorweisen.“

Der Komponist Friedrich Willhelm Heinrich Benda wurde 1745 geboren
und starb in 1814. Er ist der Sohn von Franz, dem Stammvater der
berühmten böhmischen Familie, eine der längsten Dynastien von
Berufsmusikern der Geschichte. Außerdem ist er der Neffe von Georg
Anton, berühmter Komponist von Melodramen, dem das F-Dur-Konzert
ursprünglich zugeschrieben wurde. Friedrich Willhelm Heinrich, auch
bekannt als «Frederico», war – wie sein Vater und zahlreiche andere
Familienmitglieder – Komponist am Hof des preußischen Königs
Friedrich des Großen. Er schrieb Opern, Oratorien und
Instrumentalmusik. Seine Fähigkeiten als Geiger und Bratscher machten
ihn auch zu einem berühmten Musiker. Die Virtuosität seiner drei
Konzerte zeigt, dass er die Technik des Instrumentes perfekt
beherrschte.

Die drei Bratschenkonzerte werden im Juni 2016 mit Jean-Eric
Souncy und dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg unter
der Leitung von Bernard Labadie für CD eingespielt. Die Konzerte sind
von Jean-Eric Soucy in der „Edition Offenburg“ herausgegeben.

Pressekontakt:
Pressekontakt: Wolfgang Utz, Tel.: 0711/929-11030,
wolfgang.utz@swr.de

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Erstellt von an 18 Feb 2015. geschrieben in Kultur, Musik. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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