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Weser-Kurier: Kommentar von Norbert Holst zur Unfallstatistik





Noch 1970 sind mehr als 21000 Menschen auf
Deutschlands Straßen umgekommen. Heute sterben jährlich „nur“ noch
rund 3300 Verkehrsteilnehmer – aber auch hinter dieser Zahl stecken
schreckliche Einzelschicksale. Zur verbesserten Verkehrssicherheit
haben Vorschriften beigetragen, etwa strengere Promille-Grenzen oder
die Gurtpflicht. Große Fortschritte gab es in der Sicherheitstechnik.
Stichwörter: Airbag, ABS. Längst sind die Autobauer dabei, Fahrzeuge
mit elektronischen Assistenzsystemen noch „intelligenter“ zu machen.
Doch trotz strenger Vorschriften und moderner Technik hat die Zahl
der Verkehrstoten und der Verletzten in 2014 zugenommen. Das ist eine
Warnung. Natürlich wird der milde Winter bei dieser Bilanz eine Rolle
gespielt haben. Doch Verkehrsexperten haben Recht, wenn sie vor dem
Stress auf der Straße als Unfallursache warnen. Das hat viel mit dem
Handy-Wahn und unserem beschleunigtem Lebensstil zu tun. Aber es hat
auch damit zu tun, dass der Verkehr rasant zugenommen hat – die
Infrastruktur mit Straßen, Radwegen und Schienen indes kaum. Die
Folge: Die Menschen fühlen sich gestresst, werden aggressiv.
Kampagnen wie „Runter vom Gas“ sind gut und nützlich, eine
Verkehrspolitik können sie aber nicht ersetzen.

Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de

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Erstellt von an 25 Feb 2015. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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