Die Reinigung von Industrietanks ist ein technisch sehr anspruchsvoller Prozess, der aber in vielen Bereichen der Wirtschaft unerlässlich ist: vom Chemie- und Pharma-Sektor über die Lebensmittelproduktion bis hin zur Öl- und Kraftstofflagerung. Sie sorgt schließlich nicht nur für eine reibungslose Produktion, sondern ist auch sicherheitsrelevant. Rückstände, Ablagerungen oder Schmutz könnten ansonsten Korrosion fördern, zu einer unerwünschten Produkthaftung führen oder sogar gefährliche Zwischenfälle verursachen. Schon seit geraumer Zeit verschiebt sich der Fokus der Branche zunehmend in Richtung Automatisierung und Ressourcenschonung. Zudem werden neue technische Entwicklungen erforscht, um Reinigungsprozesse effizienter, präziser und noch sicherer zu gestalten. Aktuell gilt jedoch: Damit es bei der Reinigung nicht zu Qualitätsverlusten, Produktionsausfällen oder Umweltgefahren kommt, sollte man diese Herausforderung einem erfahrenen und kompetenten Spezialisten überlassen.
Die grundlegenden Schritte der Tankreinigung
Eine Tankreinigung folgt meist einem standardisierten und mehrstufigen Ablauf, der an die jeweilige Anlage und die Art der Kontamination angepasst wird. Die wichtigsten Schritte sind:
- Die Planung, Entleerung und Entgasung
Vor dem eigentlichen Reinigungsprozess wird der Tank vollständig entleert. Reststoffe wie zum Beispiel Öle, Chemikalien oder Schmutzwasser werden abgepumpt oder abgesaugt und fachgerecht gelagert oder entsorgt. Um gefährliche Dämpfe zu reduzieren, entgast man den Tank anschließend. Danach findet eine sorgsame Kontrolle der Arbeitsatmosphäre statt: etwa im Hinblick auf den Sauerstoffgehalt oder auf explosive Gaskonzentrationen. Bei Chemikalientanks erfolgt häufig eine Inertisierung mit Stickstoff. - Die Auswahl des passenden Reinigungsverfahrens
Je nach Tankgröße, Bauart, Baustoff und gelagertem Medium wählt man nun ein geeignetes Verfahren aus. Eine typische Methode der Tankreinigung ist das Hochdruckwasserstrahlen, bei dem Wasser mit einem sehr hohen Druck von mehreren hundert bis tausend Bar auch hartnäckige Rückstände und Schlamm entfernt. Gut zu wissen: Das Material des Tanks bleibt dabei völlig unversehrt. Für andere Anwendungsbereiche gibt es auch automatisierte Reinigungssysteme mit rotierenden Düsen. Bei sehr komplexen Formen oder schwer zugänglichen Stellen kann eine manuelle Reinigung sinnvoll sein. Dabei kommen geschulte Fachkräfte mit Handsprühern, Bürsten und Werkzeugen zum Einsatz. - Die Entfernung gelöster Rückstände
Nach der aktiven Reinigung werden gelöste Partikel, Reinigungsmittel-Reste und Wasser über Pumpen oder Vakuumsysteme aus dem Tank entfernt. Bei vielen Anlagen führt man noch eine Endspülung mit klarem Wasser durch. So lässt sich sicherstellen, dass keine Reinigungschemikalien zurückbleiben, die spätere Inhalte womöglich kontaminieren könnten. - Die Kontrolle
Die Sichtprüfung bildet den Abschluss der Tankreinigung. Geachtet wird insbesondere auf Korrosion, Risse und andere Schäden. Bei Bedarf erfolgt danach die Sanierung.
Für jede Tankreinigung das passende Verfahren
Die Industrietankreinigung ist ein technisch anspruchsvoller, sicherheitskritischer und klar regulierter Prozess. Selbst geringe Rückstände können erhebliche Folgen für die Sicherheit, die Produktqualität und unsere Umwelt haben. Um hartnäckige Ablagerungen, Schlamm und Rückstände in großen Tanks zu entfernen, bietet sich vor allem die Hochdruck-Technologie an. Mit einem enormen Druck lösen Wasserstrahlen selbst stark haftende Verschmutzungen, ohne die Tankoberflächen signifikant zu beschädigen. Gleichzeitig reduziert der gezielte Hochdruckeinsatz den Reinigungsaufwand und verkürzt die Stillstandzeiten der Anlagen. Für besondere Herausforderungen sind automatisierte Systeme meist die optimale Wahl.
