Effiziente Logistik für Baustelle und Betrieb

Die Logistik ist für viele Unternehmen der größte Hebel, um einzelne Abläufe, Prozesse und Kostenstrukturen effizienter zu gestalten. Insbesondere in einer Exportnation wie Deutschland spielen logistische Abläufe daher jeden Tag aufs Neue eine Schlüsselrolle, müssen einwandfrei funktionieren und mit Effizienz bestechen. Neben digitalen Hilfsmitteln, die zuletzt immer stärker eingesetzt wurden, sind auch klassische Verfahren zu berücksichtigen.

Synergieeffekte in Prozessen identifizieren und nutzen

In der Industrie, dem Gewerbe und auf Baustellen laufen mehrere logistische Stränge scheinbar nahtlos ineinander: Von der Materialanlieferung, über die sachgerechte Lagerung, bis hin zu internen Transporten und später der Entsorgung. Nicht auf jede einzelne Stellschraube davon können Unternehmen Einfluss nehmen: Zuletzt sorgte der Schneesturm Elli beispielsweise für massive Unterbrechungen und Mehrkosten. Während sich an Sturmtiefen und Schneestürmen wenig ändern lässt, sollten gerade deshalb alle Abläufe außerhalb solcher Extremwetterlagen umso effizienter gestaltet sein.

Dabei haben Unternehmen ganz eigene Anforderungen: In der Baustellenlogistik sind typische Herausforderungen zum Beispiel der begrenzte Platz, die Lagerung unter freiem Himmel und ein hoher Zeitdruck. In der Betriebslogistik dominieren stattdessen eher Aspekte wie planbare Abläufe, ein kontinuierlicher Materialzufluss und ein hoher Fokus auf Ordnung und Arbeitssicherheit. Unabhängig davon haben beide Branchen gemeinsam, dass die Vorgaben für Bau- und Gewerbeabfall in Deutschland strikt und klar geregelt sind – und natürlich eingehalten werden müssen.

Entsorgung nicht getrennt, sondern als Teil der Logistik betrachten

Abfälle und Reststoffe entstehen da, wo gearbeitet und produziert wird, zwangsläufig immer. Es ist nun einmal nicht alles zu gebrauchen und von dem, was tatsächlich gebraucht wird, bleiben immer nicht verwertbare Reste über. Die Entsorgung solcher Materialien ist aber nicht zu vernachlässigen, anderenfalls wird es schon zeitnah zu Problemen mit dem verfügbaren Platz, Sicherheitsrisiken und ineffizienten Abläufen inklusive Zeitverlusten kommen. Entsorgungsprozesse optimaler auszugestalten, kann einerseits Kosten reduzieren, zugleich aber auch die Logistik in ihrer Ganzheit optimieren.

Da, wo viel Abfall anfällt, kann zum Beispiel ein Containerdienst weiterhelfen. Solche Fachunternehmen bieten Container zur Miete an, kümmern sich um die logistischen Anforderungen und sorgen so dafür, dass Abfälle und Reststoffe schnell wieder vom Ort der Arbeit und Produktivität verschwinden. Eine vorausschauende Planung ist auch dort notwendig, beispielsweise im Hinblick auf die Containergrößen für unterschiedliche Materialien und eine klare Trennung von diversen Abfallarten.

Weitere logistische Stellschrauben berücksichtigen

Die Entsorgung bildet bereits den vorläufig letzten Teil der Kette, zuvor müssen Unternehmen nicht minder auf ihre Materialflüsse und die Lagerorganisation achten. Rechtzeitige Lieferungen sind zwangsläufig notwendig, anderenfalls stehen Maschinen und Arbeiter still, auf der Gegenseite häufen sich die Mehrkosten. Zu früh sollten Materialien aber ebenso nicht geliefert werden, sonst blockieren sie für die Arbeit notwendige Flächen und Wege. In produzierenden Betrieben und auf der Baustelle ist daher frühzeitig an designierte Lagerflächen zu denken.

So lässt sich selbst an dynamischen und herausfordernden Standorten Chaos vermeiden, parallel dazu können sich Produktivitätssteigerungen herauskristallisieren. Die größten dieser Stellschrauben liegen in den Händen der Bau- und Betriebsleitung, die für eine optimale Abstimmung zwischen allen involvierten Parteien sorgen müssen. Feedback von Mitarbeitenden kann zusätzlich für weitere Impulse sorgen.