Ein mutiges Europa würde aus Ceuta die richtigen Schlüsse ziehen.

Es kann keinen Zweifel geben: Die jüngsten dokumentierten Vorgänge in der spanischen Exklave Ceuta an der nordafrikanischen Küste (…) kommen einer Bankrotterklärung des globalen Nordens gleich. (…)

1975 erst gab Spanien die Westsahara auf. Marokko erhob Anspruch auf das Gebiet, ebenso Mauretanien; die UN-Weisung eines Referendums wurde ignoriert. Algerien unterstützt seitdem die Guerilla Polisario-Front gegen den regionalen Konkurrenten Marokko. Spanien nähert sich Algerien als potenziellem EU-Partner an und hilft der Polisario, wo es sich anbietet. Marokko, das von der EU reichlich entlohnt wird, um Migration aufzuhalten, sieht all das und nutzt Migration als Waffe in einem hybriden Krieg.

Was kann die EU dagegen tun? Auf jeden Fall nicht sich noch mehr abschotten. Marokko drohen, das EU-Geld zu streichen, in den UN die Westsahara wieder auf die Agenda bringen, die historischen Paradoxien Ceuta und Melilla aufgeben – es braucht dafür nur Mut.

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