MÜNCHEN, MAI 2026 – Marilyn Monroe wäre am 1.Juni 2026 einhundert Jahre alt geworden. Noch heute,
Jahrzehnte nach ihrem Tod, zeugt ihre ikonische Strahlkraft von einer Ära, die maßgeblich von der
schillernden Welt Hollywoods geprägt wurde. Zu diesem Jubiläum präsentiert die Galerie Andreas
Baumgartl in München die Ausstellung „MARILYN 100“ mit Werken der Fotografen Milton Greene, Allan
Grant und Elliot Erwitt. Diese Chronisten der Ikone waren weit mehr als bloße Weggefährten. Mit ihrem
Gespür für den Moment fingen sie teils unbekannte Facetten der Hollywood-Ikone ein.
Milton Greene (1922-1985): Der illustre Modefotograf der 1940er und 1950er Jahre porträtierte Stars wie
Elizabeth Taylor, Frank Sinatra, Audrey Hepburn, Grace Kelly, Ava Gardner, Sammy Davis Jr., Catherine
Deneuve, Marlene Dietrich, und Judy Garland. Eine besondere Freundschaft pflegte er mit Marilyn Monroe,
die nicht nur teilweise bei ihm wohnte, sondern mit der er auch eine Filmproduktion gründete. Rund 53
Fotoproduktionen, darunter die berühmte Serie „The Black Sitting“, entstanden in dieser Zeit. Das Time Life
Magazin wählte sogar eines von Greene s Marilyn-Fotos zu einem der drei populärsten Fotos des 20.
Jahrhunderts.
Elliot Erwitt (1928-2023): Erwitt prägte das Bildgedächtnis unserer Zeit über fünf Jahrzehnte. Seine
Aufnahmen von den Dreharbeiten zu „Das verflixte 7. Jahr“ (1954) fangen den Humor und die
Menschlichkeit der Schauspielerin ein und sind längst zeitlose Klassiker der Fotogeschichte geworden
Die Arbeiten des US-amerikanischen Magnum-Photographen haben das visuelle Gedächtnis unserer Zeit
maßgeblich mitgestaltet. Seine weltberühmten Porträts von Ikonen wie Marilyn Monroe, Marlene Dietrich
und Jacqueline Kennedy sowie seine historischen Aufnahmen von Fidel Castro und Che Guevara sind heute
fester Bestandteil internationaler Museen und bedeutender Sammlungen. Erwitts vielschichtiges Werk,
das über vier Jahrzehnten hinweg in renommierten Magazinen wie LIFE, LOOK und Holiday erschien,
umfasst neben journalistischen Essays und Illustrationen auch zahlreiche Fotobücher.
Allan Grant (1919-2008): Der renommierte LIFE-Fotograf wurde durch sein letztes Fotoshooting mit Marilyn
nur wenige Wochen vor ihrem Tod im Jahr 1962 weltberühmt. Die Ausstellung zeigt Auszüge aus „Marilyn:
The Lost Last Photos & Interview“, die Monroes Nahbarkeit und Herzlichkeit in flüchtigen Augenblicken am
Rande der Geschichte festhalten.
Bekannt wurde Grant für seine Fotoserien der Atomexplosionstests in der Wüste von Nevada, die die
Schrecken des neuen Atomzeitalters aufzeigten, den legendären Flug von Howard Hughe s 1947 mit der
„Spruce Goose“ und Richard Nixon beim im Kampf gegen die Flammen in seinem Haus während des
verheerenden Bel-Air-Feuers von 1961. Für seinen Dokumentarfilm „Welche Farbe hat der Wind“ erhielt er
drei Emmy-Nominierungen.
„Marilyn-100-Porträt (from the Last Sitting)“, Allan Grant 1962
James Francis Gill: Ein Highlight der Ausstellung sind die neuen Marilyn-Monroe-Werke des 91-jährigen
US-Pop-Art-Künstler. Gill, der bereits 1962 Fotografien von Allan Grant für sein ikonisches Marilyn Triptychon in der Sammlung des MoMA nutzte, schuf nun mit unveröffentlichten Aufnahmen ein neues
„Marylin Tryptich 2026“ der Ikone. Neben einer streng limitierten Edition werden auch neue Unikate des
Künstlers gezeigt.
Als einer der letzten lebenden Pioniere der Pop-Art-Bewegung erlangte Gill bereits in den 1960er Jahren
internationale Berühmtheit, unter anderem durch die Aufnahme seiner Werke in die ständige Sammlung
des Museums of Modern Art (MoMA) in New York. Seine Kunst verbindet auf einzigartige Weise
zeitgenössische Foto-Vorlagen mit einer expressiven, farbgewaltigen Malerei, die die Zerbrechlichkeit des
Ruhms thematisiert.
„Marylin Triptych 2026“, James Francis Gill 2026
Die Ausstellung „MARILYN 100“ bietet einen intimen Blick hinter die Fassade des Weltstars und würdigt
Marilyn Monroe als Mensch sowie unsterbliches Symbol der Popkultur.
