Interne Betrugsprävention: Risiken durch Mitarbeitende erkennen und steuern

Ursachen und aktuelle Entwicklungen im Bereich interne Betrugsprävention

Interner Betrug entsteht häufig nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Fachlich etabliert ist das sogenannte Fraud-Triangle, das Drucksituationen, Gelegenheiten und Rationalisierungsstrategien als zentrale Einflussgrößen beschreibt. Wie die Seminarunterlagen zeigen, spielen zudem organisatorische Schwachstellen und unzureichende Kontrollmechanismen eine wesentliche Rolle.

Zugleich nehmen die Anforderungen an Compliance- und Governance-Strukturen zu. Unternehmen sind gefordert, interne Kontrollsysteme kontinuierlich weiterzuentwickeln und Risiken in Prozessen wie Beschaffung, Zahlungsverkehr oder Genehmigungsabläufen systematisch zu analysieren.

Herausforderungen für Unternehmen und Organisationen

Die praktische Umsetzung wirksamer Betrugsprävention ist mit vielfältigen Herausforderungen verbunden. Interne Delikte reichen von klassischen Vermögensdelikten über Korruption bis hin zu Daten- und Systemmissbrauch. Besonders kritisch sind Fälle, in denen Führungskräfte involviert sind, da hier Kontrollmechanismen häufig umgangen werden können.

Hinzu kommen psychologische Faktoren: Mitarbeitende rechtfertigen betrügerisches Verhalten häufig durch subjektiv empfundene Ungleichgewichte oder externe Zwänge. Auch Social-Engineering-Methoden und gezielte Manipulationen stellen ein wachsendes Risiko dar.

Für Unternehmen ergibt sich daraus ein klarer Handlungsbedarf:

Identifikation kritischer Schnittstellen und Kontrolllücken
Stärkung von Transparenz in Entscheidungsprozessen
Etablierung einer belastbaren Integritäts- und Compliance-Kultur

Inhalte des Seminars zur internen Betrugsprävention

Das Seminar „Interne Betrugsprävention: Risiken durch Mitarbeitende erkennen und steuern“ vermittelt praxisorientiertes Fachwissen zu zentralen Aspekten der Compliance, Risikomanagement und Anti-Fraud-Strategien.

Im Seminar werden unter anderem folgende Themen behandelt:

• Ursachen und psychologische Mechanismen internen Betrugs
• Typische Erscheinungsformen und Begehungsweisen interner Delikte
• Analyse organisatorischer Schwachstellen und Risikobereiche
• Wirksame Präventions- und Kontrollmechanismen, z. B. Vier-Augen-Prinzip und Funktionstrennung
• Aufbau von Hinweisgebersystemen und klaren Eskalationswegen
• Manipulationsmethoden und geeignete Schutzmaßnahmen
• Praxisbeispiele und Ableitung konkreter Maßnahmen für Unternehmen

Relevanz für verschiedene Zielgruppen

Das Thema interne Betrugsprävention richtet sich an ein breites Fachpublikum. Angesprochen sind insbesondere Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Compliance, Revision, Anti-Financial Crime, Personalwesen und Recht. Darüber hinaus profitieren auch Mitarbeitende aus Governance-Funktionen sowie externe Prüfer und Beratungsunternehmen von einer vertieften Auseinandersetzung mit internen Betrugsrisiken.

Referentin

Dr. Semire Yekta ist stellvertretende Leiterin im Bereich Anti Financial Crime bei einer deutschen Industriebank. Ihre fachlichen Schwerpunkte liegen in der Analyse von Betrugsrisiken sowie in der Entwicklung von Präventions- und Kontrollstrategien in Organisationen. Sie verfügt über langjährige Erfahrung im Banken- und Unternehmensumfeld.

Das Seminar findet am 25. September 2026 als Online-Veranstaltung statt.