Kfz-Versicherung nach Unfall gekündigt: Risk-BOT bietet digitale Hilfe

Das Wittener InsurTech-Start-up unterstützt Autofahrer mit digitaler Expertise, wenn Versicherer nach einem Schadensfall ihr Sonderkündigungsrecht ausüben.

Wenn es auf der Straße kracht, ist der Schock oft groß. Doch für viele Autofahrer folgt das böse Erwachen erst einige Wochen später: Die eigene Kfz-Versicherung kündigt den laufenden Vertrag. Nach einem regulierten Schadensfall haben Versicherungsgesellschaften das rechtliche Privileg, Verträge einseitig zu beenden. Für die betroffenen Verbraucher bedeutet dies nicht nur den plötzlichen Verlust des Versicherungsschutzes, sondern oft auch erhebliche Probleme bei der Suche nach einem neuen Anbieter. Das Wittener InsurTech-Unternehmen Risk-BOT bietet nun eine gezielte digitale Anlaufstelle, um gekündigten Versicherungsnehmern bei der Schadensabwicklung und der Neuorientierung zur Seite zu stehen.

Die Praxis der schadensbedingten Kündigung – juristisch als Sonderkündigungsrecht im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) verankert – ist in der Branche etabliert, trifft Versicherte jedoch meist völlig unvorbereitet. Oft reicht ein einzelner Haftpflicht- oder Kaskoschaden aus, damit die Versicherungsgesellschaft die Rentabilität des Kunden infrage stellt. Da ohne eine lückenlose Kfz-Haftpflichtversicherung kein Fahrzeug in Deutschland im Straßenverkehr bewegt werden darf, geraten die Betroffenen sofort unter massiven Zugzwang. Besondere Brisanz erhält die Situation dadurch, dass Kündigungen durch den Versicherer oftmals in das interne Hinweis- und Informationssystem (HIS) der Assekuranz eingemeldet werden. Ein solcher Eintrag erschwert den Abschluss eines neuen, bezahlbaren Tarifs erheblich, da Folgeversicherer bei entsprechenden Auskünften häufig mit Ablehnungen oder drastischen Risikozuschlägen reagieren.

Genau hier setzt die digitale Schadenhilfe Risk-BOT an. Die Plattform löst die Informationsasymmetrie zwischen Großkonzernen und Verbrauchern auf, indem sie technologische Prozesse mit fachlicher Expertise bündelt. Über das Portal oder via Messenger-Dienst können Betroffene ihren Fall unkompliziert und strukturiert erfassen. Das System hilft bei der Bewertung der Sachlage und leitet notwendige Schritte ein, um die Situation zu entschärfen. Ein entscheidender Faktor ist dabei die strategische Beratung: In vielen Fällen lässt sich die ungünstige Kündigung durch die Gesellschaft noch in eine Eigenkündigung des Versicherungsnehmers umwandeln, was die Chancen auf dem Versicherungsmarkt sofort deutlich verbessert. Bislang war dieses taktische Vorgehen oft mit zeitaufwendiger Recherche oder teuren Rechtsberatungen verbunden.

„Eine Vertragskündigung durch den Versicherer nach einem Unfall ist für Kunden extrem belastend und wirkt bei der Suche nach einem neuen Tarif extrem stigmatisierend“, erklärt Roland Richert, CEO von Risk-BOT. „Unser Ziel ist es, diesen intransparenten Prozess zu entmystifizieren. Wir geben den Betroffenen ein digitales Werkzeug an die Hand, um schnell, rechtssicher und auf Augenhöhe zu reagieren, damit die nahtlose Anschlussversicherung gelingt.“

Mit der Fokussierung auf diesen spezifischen „Pain Point“ der Autofahrer treibt Risk-BOT die Digitalisierung der Schadenkommunikation weiter voran und bietet eine moderne Alternative zur klassischen, oft schwerfälligen Versicherungsbürokratie.