Schluss mit ausgesetzten Tieren, illegalem Welpenhandel und überfüllten Tierheimen

(Brüssel/Berlin/Würzburg) – Illegaler Welpenhandel, ausgesetzte Tiere und überfüllte Tierheime sind kein Randproblem. In der Europäischen Union leben mehr als 72 Millionen Hunde und über 83 Millionen Katzen- insgesamt mehr als 155 Millionen Tiere. Gleichzeitig werden jedes Jahr Hunde und Katzen im Wert von rund 1,3 Milliarden Euro gehandelt. Die Europaabgeordnete der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP – die Naturschutzpartei), Manuela Ripa konnte als Berichterstatterin im Umweltausschuss im Europäischen Parlament maßgeblich dazu beitragen, dass künftig alle Hunde und Katzen mit einem Mikrochip gekennzeichnet und in einer Datenbank registriert werden müssen.

Rund 60 % der Halterinnen und Halter kaufen ihr Tier inzwischen über das Internet. Genau dort blüht jedoch auch der illegale Welpenhandel, weil Herkunft und Identität der Tiere oft kaum überprüfbar sind. Viele Welpen werden zu früh von ihren Muttertieren getrennt, ohne ausreichenden Impfschutz transportiert und unter schlechten Bedingungen verkauft. Wenn solche Tiere beschlagnahmt werden, müssen Tierheime ihre Versorgung übernehmen – häufig über Wochen oder Monate.

Auch bei entlaufenen oder ausgesetzten Tieren fehlt oft die Möglichkeit, die Halterinnen und Halter festzustellen. Besonders viele Katzen sind zwar gechippt, aber nicht registriert – oder überhaupt nicht gekennzeichnet. Dann bleiben die Tierheime auf der Betreuung sitzen. Die Kosten tragen in vielen Fällen die Kommunen und damit letztlich die Steuerzahler.
Genau hier setzt die neue europäische Regelung an. Manuela Ripa (MdEP/ÖDP) trug als Berichterstatterin im Umweltausschuss im Europäischen Parlament maßgeblich dazu bei, dass künftig alle Hunde und Katzen mit einem Mikrochip gekennzeichnet und in einer Datenbank registriert werden müssen. Diese Kombination ist entscheidend: Ein Chip allein reicht nicht. Erst durch die Registrierung kann festgestellt werden, wem ein Tier gehört und woher es stammt.

Damit wird der illegale Handel deutlich erschwert. Händler können die Herkunft der Tiere nicht mehr so leicht verschleiern. Ausgesetzte oder entlaufene Tiere können schneller zurückgebracht werden. Tierheime werden entlastet, weil Tiere nicht unnötig lange versorgt werden müssen. Auch Kommunen sparen Kosten. Und das ist bitter nötig. Denn die Lage der Tierheime in Deutschland ist dramatisch. Tierheimen arbeiten bereits an ihrer Kapazitätsgrenze. Viele Tierheime sind sogar voll oder überfüllt und müssen Tiere abweisen. Gleichzeitig übernehmen Tierheime jedes Jahr Hunderttausende Fundtiere sowie Tiere aus Beschlagnahmungen des illegalen Welpenhandels. Obwohl sie damit eine wichtige Aufgabe der Kommunen erfüllen, bleiben sie häufig auf einen großen Teil der Kosten sitzen.

Dass diese Regelung auch dank der ÖDP auf europäischer Ebene erreicht wurde, ist ein großer Erfolg. Doch die vorgesehenen Übergangsfristen sind lang. Bis die Pflicht überall vollständig gilt, können noch viele Jahre vergehen – bis zu 15 Jahren. Deutschland muss diese Fristen nicht ausschöpfen, sondern kann die Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht früher einführen.
Der Erfolg aus Brüssel soll jetzt auch in Deutschland wirksam werden. Nicht irgendwann, sondern so früh wie möglich. Denn jedes weitere Jahr ohne eine verbindliche Kennzeichnung und Registrierung bedeutet mehr illegalen Tierhandel, mehr Leid für Hunde und Katzen, mehr Belastung für Tierheime und höhere Kosten für die Allgemeinheit. Tierheime und Tierschutzorganisationen unterstützen die Aktion ausdrücklich.

Genau deshalb fordert die ÖDP mit einer Petition die Bundesregierung auf, die EU-Regelungen rasch umzusetzen

Wer die Petition unterstützt, fordert keine unnötige Bürokratie. Gefordert wird eine einfache, wirksame und längst überfällige Maßnahme, die Tiere schützt, Verantwortlichkeiten klärt und öffentliche Kassen entlastet.

Link zur Petition: www.openpetition.org/wwkst

Nähere Informationen zur neuen EU-Gesetzgebung: https://cats-and-dogs-act.eu/