Tschernobyl und der Niedergang der Atomkraft

Atomkraft – eine Vision grenzenloser, sauberer Energie, technisch hochstehend und politisch verheißungsvoll. Doch diese Hoffnungen bekamen bald einen Dämpfer. Zunächst das Beinahe-Desaster im US-Reaktor Harrisburg 1979. Dann vor allem der Super-GAU in Tschernobyl in der Ukraine vor 40 Jahren mit dem mehrere Tausend Kilometer weit reichenden Fallout markierte einen Einschnitt, von dem sich die Atomindustrie nie wieder erholt hat. Seither ist die Bilanz der Atomindustrie im Westen ernüchternd: Nur noch wenige AKW wurden neu gebaut. Dennoch wird wieder verstärkt eine Renaissance der Atomkraft proklamiert, vorgeblich aus Klima-, neuerdings vermehrt auch aus Energiesicherheitsgründen. Es ist nicht absehbar, wie diese Vorhaben ohne gewaltige staatliche Subventionen umgesetzt werden sollen und vor allem auch rechtzeitig genug, um die Klimaziele zu erreichen. Die Realität – technische Probleme, Kostenexplosionen, Verzögerungen – spricht eine andere Sprache.

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