Die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) blickt auf eine lange Historie zurück. Vor 600 Jahren wurde der Name Knappschaft als Bezeichnung für eine berufsständische Sozialfürsorge der Bergleute, deren erste Vereinigungen im 13. Jahrhundert gegründet wurden, im sächsischen Freiberg zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Eine Sonderausstellung im Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg feiert ab morgen diese besondere Wegmarke.
Für die Knappschaft-Bahn-See, die Partnerin der Ausstellung ist, markiert die erste urkundliche Erwähnung des Namens Knappschaft am 7. Oktober 1426 den Ausgangspunkt für eine in der Geschichte der Sozialversicherung einmalige Entwicklung. Aus dem einstigen Versorgungswerk für Bergleute entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte ein breit aufgestellter Verbund, der zahlreiche Zweige der Sozialversicherung sowie diverse Sonderaufgaben unter seinem Dach vereint. Die KBS ist heute nicht nur Träger einer gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sowie bundesweit zuständiger Rentenversicherungsträger. Mit ihrer Expertise unterstützt sie unter anderem das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) durch die Übernahme zahlreicher Verwaltungsaufgaben.
So werden zum Beispiel alle geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse durch die Minijob-Zentrale unter dem Dach der KBS betreut. Zum Verbund gehören unter anderem auch die Künstlersozialkasse, die Seemannskasse und die Bundesfachstelle Barrierefreiheit. Daneben übernimmt die KBS mit der Überwachungsstelle für die Barrierefreiheit von Informationstechnik und der Fachstelle für Fördermittel des Bundes weitere Aufgaben im Auftrag des BMAS.
Die Krankenversicherung KNAPPSCHAFT verfügt zudem über ein eigenes medizinisches Kompetenznetz mit Ärzten und Kliniken.
Thorsten Zöfeld, Leiter der Regionaldirektion Chemnitz der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, hebt die Bedeutung des Sozialversicherungsträgers und seine besondere Entwicklung hervor: „Die Sonderausstellung zeigt eindrucksvoll, wie aus dem frühen solidarischen Miteinander der Bergleute ein System sozialer Absicherung entstand, das bis heute Bestand hat. Die KNAPPSCHAFT hat dabei einen besonderen Platz in der Geschichte der Sozialversicherung in Deutschland. Seit ihren Anfängen prägt der Gedanke, füreinander einzustehen, ihr Handeln und sorgt dafür, dass Menschen in allen Lebenslagen verlässlich begleitet und versorgt werden.“
Die Sonderausstellung, die vom 20. Juni 2026 bis zum 2. Februar 2027 zu sehen sein wird, spannt den Bogen von der ersten urkundlichen Erwähnung bis in die heutige Zeit. Auf 155 Quadratmetern zeigen zahlreiche Exponate, Geschichten und interaktive Elemente die Entwicklung von einer solidarisch getragenen, in Eigenverantwortung organisierten Fürsorge hin zu einer modernen gesetzlichen Sozialversicherung. Ein Begleitprogramm mit Führungen und Vorträgen rundet die Ausstellung ab.
Zur Knappschaft-Bahn-See:
Mit ihrem einzigartigen Verbund aus gesetzlicher Rentenversicherung, Renten-Zusatzversicherung, Arbeitgeberversicherung und der Kranken- und Pflegeversicherung KNAPPSCHAFT mit einem eigenen medizinischen Kompetenznetz nimmt die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) in der Sozialversicherung einen besonderen Platz ein. Darüber hinaus werden alle geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse durch die Minijob-Zentrale unter dem Dach der KBS betreut. Zum Verbund gehören weiterhin unter anderem die Künstlersozialkasse, die Seemannskasse und die Bundesfachstelle Barrierefreiheit. Daneben übernimmt die KBS mit der Überwachungsstelle für die Barrierefreiheit von Informationstechnik und der Fachstelle für Fördermittel des Bundes weitere Aufgaben im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.
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